Lkws finden Weg nicht

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Der Schletterbau im Gewerbegebiet Kirchdorf sei zu wenig gekennzeichnet, so der Gemeinderat. Viele Lkws irren noch im Gemeindebereich umher. Schuld sind aber vor allem der noch fehlende Eintrag in den Navigationssystemen und die unzureichende Straßenbeschilderung.

Kirchdorf (WZ) - Die Schattenseiten eines florierenden Betriebes im neuen Gewerbegebiet Kirchdorfs beschäftigten erneut den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung.

Ständig verfahren sich die Lkws im Gemeindebereich, meist weitab von der Firma Schletter.

Hauptfehler ist es, so hieß es in der Gemeinderatssitzung, dass die Navi-Systeme dieses Gewerbegebiet noch nicht gespeichert haben. Eine ausreichende Beschilderung ist bestellt, kostet 11000 Euro, sie soll heuer noch installiert werden. Darauf steht aber nur "Gewerbegebiet an der B15". Manche Räte wiesen darauf hin, dass der mächtige Schletterbau nur einen Firmenschriftzug aufweist. Bürgermeister Hans Haslberger wurde aufgerufen, doch bei der Firmenleitung anzuregen, große Firmenschilder auf allen Fassadenfronten anzubringen.

Gleich zwei Feuerwehrthemen waren auf der Tagesordnung: die neuen Tarife der Dienstunfall-Versicherung und der Ankauf einer Schmutzwasserpumpe. Die 74 aktiven Feuerwehrler werden künftig mit dem höchsten Tarif (12,30 Euro pro Person) versichert, aber Lohnfortzahlung, Verdienstausfall müssen zuvor noch geregelt werden, so der Rat. Eine neue, leistungsstarke Schmutzwasserpumpe wurde einstimmig genehmigt.

Schlau gemacht hatten sich einige Räte zu dem Thema "Funkmast für Digitalfunk für Behörden und Organisationen". Bei der Staatsregierung sei dieses Thema nicht mehr aktuell, selbst hartnäckige Nachfragen ergaben nichts als Schweigen. Die Erfahrungen in anderen Ländern seien nicht gerade erquicklich, so habe in England die betroffene Polizei nach der Einführung einen massiven Krankenstand beobachtet bei den benützenden Einsatzkräften. Nach dieser Diskussion sahen die Räte nicht ein, Gemeindegebiet für unausgereifte , unklare Projekte frei zu geben. Der Punkt wurde einstimmig zurück gestellt.

Der Entlastungsbeschluss der örtlichen Rechnungsprüfung 2007 und 2008 wurde einstimmig angenommen. Bemerkenswert ist nach Ansicht des Gemeinderates dabei, dass die Pro-Kopf-Verschuldung auf 487,38 Euro gesunken ist. Der Gasamthaushalt steht bei 2,3 Millionen Euro.

Die Bebauungsplanänderung für Ranhör (Fotovoltaikanlage) wurde freigegeben. Nur müssen für die gesamte Anlage, einschließlich Gemeinschaftsanlage, 3,5 Hektar Ausgleichsfläche gestellt werden.

Die Renovierungmaßnahmen der Hirschhuberstraße sind etwas knifflig. Das Straßenbauamt hat andere Vorstellungen als die Gemeinde. So soll der Buckel abwärts zur Kirchdorfer Straße abgesenkt werden und die obere scharfe Kurve gemildert. Dafür braucht die Gemeinde neuen Grund.

Drei Möglichkeiten und Kostenspiegel wurden diskutiert. Dem mittleren Vorschlag mit einer Summe von 205000 Euro Kosten stimmten die Räte zu. Der Antrag auf Zuschuss hierfür soll möglichst schnell noch weiter geleitet werden.

gmr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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