18 Kinder bringen Leben in die Krippe

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Noch unterstützen die Eltern die Eingewöhnung in den Krippenalltag in Maitenbeth. Ab November werden hier insgesamt 18 Kinder betreut.

Maitenbeth - Seit einem Monat ist die neue Maitenbether Krippe in Betrieb. Langsam spielt sich alles ein, nur der Garten wartet noch auf die Vollendung.

Die vor einem Monat eröffnete Kinderkrippe ergänzt den bestehenden Kindergarten und die Schulkindbetreuung und komplettiert damit das Betreuungsangebot der Gemeinde Maitenbeth. Die hat für die 140 Quadratmeter für eine Ganztagesgruppe rund 430.000 Euro ausgegeben, was eine minimale Überschreitung der Plankosten bedeutet. Die Regierung von Oberbayern fördert den Krippenausbau jedoch mit 314.800 Euro.

Geschaffen wurde damit unter anderem ein Gruppenraum mit integrierter Küche, ein Schlafraum mit zehn kleinen Betten und ein kindgerechter Waschraum mit Toiletten. Nur der Garten wartet noch auf die Spielgeräte.

Als Favoriten bei den Spiel- und Lernangeboten haben sich in den ersten Wochen schon die Spielburg und das Holzauto, die Puppenecke und die Küche und - man höre und staune - die vielen altersgerechten Bücher heraus gestellt, berichtet die Leiterin Claudia Katterloher. Ab November werden insgesamt 18 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren von einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer Praktikantin betreut. Da nur zwölf Plätze gleichzeitig zur Verfügung stehen, bedeutete das einerseits eine perfekte Organisation, andererseits aber auch ein ganz individuelles Angebot. "Wir haben Ganztageskinder, also mit Mittagessen und Schlafen, aber auch welche, die nur tageweise oder nur vormittags bei uns sind. Das bieten andere Einrichtungen nicht", erklärt Kinderpflegerin Sabine Oberpichler dazu.

Eine weitere Besonderheit sind die flexiblen Zeiten fürs Bringen (7 bis 8.30 Uhr) und Abholen (12.30 bis 16 Uhr) der Kinder. Das Einzugsgebiet der Kinderkrippe umfasst neben Maitenbeth auch die Gemeinden Albaching, Haag, Isen und Rechtmehring.

Der Besuch der Krippe begann für die Kinder natürlich unter Elternbeteiligung. Bei der Dauer dieses sanften Ablösungsprozesses der Kinder von Mama und Papa und von der heimischen Umgebung stehe ganz das jeweilige Kind im Fokus, wird versichert: "Das geht von fünf Tagen bis zu einem Monat, falls das notwendig und dem Kind angemessen ist."

Die Eltern schätzen die flexiblen Zeiten und den möglichen Beginn um 7 Uhr, "da kann ich meine Kleine noch selbst hierher bringen und dann ins Büro fahren", meint ein Vater dazu, der aktuell noch die Eingewöhnungsphase unterstützt.

Auf die wesentlichen Unterschiede zwischen Kindergarten und Kinderkrippe angesprochen, führt Claudia Katterloher aus: "Unsere Kleinen brauchen viel mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit - und die bekommen sie auch. Natürlich hat in diesem Alter die Pflege, konkret das Wickeln und die Hilfe beim Essen und Trinken, noch einen deutlich höheren Stellenwert, als später. Wir bieten aber - je nach Alter und Entwicklungsstand - auch schon viele Anreize für Motorik und Koordination mit Singen, Singspielen und Fingerspielen; da sprechen alle Kinder gut darauf an."

Der schon bestehende Gebäudekomplex beherbergt einen Kindergarten mit drei Gruppenräumen, jeder davon mit einer Galerie und einem speziellen Raum für die musische Bildung, mit einer Turnhalle und dem Gartenbereich, und die Schulkindbetreuung am Nachmittag. Insgesamt werden bis zu 99 Kinder betreut.

grj/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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