"Massaker ein kreatives Musikfest"

Pfaffing - Die "Bajuwarischen Barbaren e.V.", die in Pfaffing mehrere heftig diskutierte Feste namens "Kannibalen-Massaker" veranstalteten, fühlen sich von der Diskussion im Gemeinderat in ein falsches Licht gerückt.

Tendenziöse Darstellung machte er schon im vergangenen Herbst aus. Nach dem vierten Festival sei lediglich aufgelistet worden, "welche Drogen die Polizei bei ihrem 'Großeinsatz' gefunden hatte. Die dort aufgelistete Drogenmenge würde sicher, gäbe es vergleichbare Kontrollen, auf nahezu jeder Veranstaltung dieser Größe gefunden werden. Nur bei Bierzelten, Diskopartys oder Feuerwehrfesten wird auf solch schikanöse Kontrollen meist verzichtet", meint Müller: "Wird hier Meinungsmache betrieben, nur weil viele Gäste unseres Festes (zum größten Teil Menschen jeden Alters aus dem Oberbayerischen) nicht den gängigen Stereotypen entsprechen, sondern in den Augen vieler nur 'Grattler' sind?"

Nun sei der Verein im Gemeinderat sogar persönlich als unzuverlässiger Veranstalter dargestellt worden, der bewusst alle getroffenen Vereinbarungen mit der Gemeinde breche: "Noch im letzten Jahr bestätigte uns der Bürgermeister der Gemeinde Pfaffing selbst den guten Verlauf der Veranstaltung und bescheinigte uns hervorragendes Krisenmanagement."

Für Müller gibt es viele Argumente, die für das Festival sprächen, aber kaum erwähnt würden: Auf dem Fest werde seit jeher auf den Ausschank von hartem Alkohol verzichtet, weil den Veranstaltern bewusst sei, dass das mit der Anwesenheit von Kindern und Familien nicht zu vereinbaren sei. Zum wiederholten Mal werde auch ein Infostand zur Drogenprävention anwesend sein. Es sei in den ganzen Jahren nicht einmal zu einem alkohol- oder drogenbedingten Sanitätseinsatz gekommen. Es habe in vier Jahren nicht eine nennenswerte Schlägerei oder Sachbeschädigung gegeben. Und: Pfaffinger Bürger müssten seit jeher keinen oder ermäßigten Eintritt zahlen, und nähmen dieses Angebot auch in großer Zahl wahr.

Um die Lärmbelastung bei den Pfaffinger Bürgern möglichst gering zu halten, finde das Hauptmusikprogramm mit der höchsten Dezibelbelastung tagsüber und nicht nachts statt. Schließlich würden so viele regionale Produkte wie möglich verwendet.

"Überzeugen Sie sich bitte selbst, ob es sich bei unserem Festival um ein Fiasko handelt, oder vielleicht doch um ein kreatives Musikfestival für jedermann! Es wäre schade, wenn sich in einer bayerischen Gemeinde einige wenige ultakonservative Personen mit Meinungsmache und Repressalien gegen viele wohlgesinnte und interessierte Bürger durchsetzten", so der Apell von Marcus Müller.

Das nächste "Kannibalen-Massaker" findet von 8. bis 11.Juli in der alten Kiesgrube bei Pfaffing statt.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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