Mehr Gas, neue Leitung

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Die geplante Erdgasleitung verläuft vom Erdgasspeicher in Bierwang nach Bichl.

Wasserburg - Unterreit und Schnaitsee werden mit einer Fernleitung an einen oberösterreichischen Erdgasspeicher angebunden. Das Raumordnungsverfahren hat gerade begonnen, die Pläne liegen aus.

Die Eon-Gastransport GmbH geht von steigendem Gasverbrauch aus. Um größere Mengen bereitstellen zu können, soll in den Gemeinden Unterreit, Taufkirchen und Schnaitsee eine zwei Kilometer lange Verbindungsleitung von Unterbierwang in der Gemeinde Unterreit nach Bichl in der Gemeinde Schnaitsee als Verbindung zweier Ferngasleitungen gebaut werden. Dafür läuft gerade das Raumordnungsverfahren.

Geplant sei, so der Betriebsbereichsleiter Süd von Eon-Gastransport GmbH, Dr. Ernst-Joachim Krömer, auf Nachfrage der Bau dieser zwei Kilometer langen Leitung im Jahr 2012. Derzeit läuft das Raumordnungs-, anschließend das Planfeststellungsverfahren. Verbunden wird mit dieser Millionen-Investition der Erdgasspeicher in Unterbierwang mit der "Austria-Bavaria-Leitung". Letztere betreibt die Eon gemeinsam mit Bayerngas. Damit sei der Transport von Erdgas nach und aus Richtung Österreich einfacher, erklärte Dr.Krömer. Denn bereits im kommenden Frühjahr soll der neue, oberösterreichische Untergrundspeicher "7Fields" als in Europa einmaliger Erdgasspeicherverbund in Betrieb sein. Damit sei der Weg dorthin frei. Unterbierwang werde deshalb verbunden, so Krömer weiter, weil es hier die Technik zum Verdichten gebe.

Voraussichtlich in der Zeit von April bis August 2012 wird ein kunststoffummanteltes Stahlrohr mit einem Durchmesser von 80 Zentimeter so vergraben, dass es mit einem Meter Erde bedeckt ist. Ausgelegt ist die Leitung für einen Druck von bis zu 84 bar; dieser Wert sei vorerst nur theoretisch. Gerechnet wird mit einer Gasmenge von 700000 Kubikmeter in der Stunde. Gebaut wird am Endpunkt in Bichl außerdem eine Gasdruckregel- und Messanlage.

Die Verhandlungen mit den Grundeigentümern seien bereits unter Dach und Fach, so der Betriebsbereichsleiter. Das sei nicht schwierig gewesen, weil auf dem ersten Kilometer bereits zwei Leitungen liegen. Verlegt wird das in überwiegend landwirtschaftlicher Fläche und Forst, geregelt sei der Ersatz für gefällte Bäume.

Für Unterreits Bürgermeister Gerhard Forstmeier ist das ein ganz normales Bauvorhaben, das in der nächsten Sitzung des Gemeinderates voraussichtlich ohne Beanstandungen besprochen werde. Die Pläne liegen in Unterreit noch bis zum 4. Oktober für jeden zur Einsicht in der Gemeindeverwaltung aus. Die Unterlagen zeigen Pläne und begründen detailliert das Vorhaben. Auch für Schnaitsee sei das nichts Besonderes, meinte Bürgermeister Vitus Pichler dazu. Auch der Schnaitseer Gemeinderat will sich in seiner nächsten Sitzung damit befassen, Probleme werden aber auch hier keine erwartet.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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