Mehr Lebensqualität für Demenzkranke

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Wasserburg - "80 Prozent gehen in ein Altersheim wegen Demenz", sagt Hamo Merdan. Was man tun könne, damit sich demente Heimbewohner wohlfühlen, sei, so der Pflegedienstleiter des Betreuungszentrums Wasserburg, eine ganz wichtige Frage.

In dem Haus in der nördlichen Burgau leben im beschützten Bereich 27 an Demenz erkrankte alte Leute. Um herauszufinden, wie deren Lebensqualität verbessert werden könnte, hat eine Mitarbeiterin des Betreuungszentrums jetzt eine Zusatzausbildung gemacht, Nicole Kellner ist dort die erste DCM-Basic-Userin. DCM heißt Dementia Care Mapping, was meint: Nicole Kellner beobachtet die dementen Personen und erstellt dementsprechend einen Pflegeplan.

Entwickelt wurde die Methode an der Universität Bradford in England von Wissenschaftlern und Fachkräften. Dementia Care Mapping ermöglicht, das Wohlbefinden und die Lebenqualität der Dementen und Alzheimerkranken objektiv zu messen und zu bewerten. Es gehe darum, so Hamo Merdan, Verhaltenskategorien zu beobachten. Demente Menschen würden zum Beispiel laufend etwas hin und her tragen, vielleicht einen Becher. Finden sie den dann nicht mehr, seien sie traurig und verstört, ihr Befinden schildern könnten sie nur schwer oder gar nicht. Die DCM-Basic-Userin soll bei ihren Beobachtungen herausfinden, was den Menschen wichtig ist. Die Verhaltenskategorien fließen in eine Datenbank, die Daten werden dann mit einem rechnerischen System ausgewertet.

Das Betreuungszentrum setzt nun auf dieses Bewertungsverfahren, tat einen ersten Schritt mit der Ausbildung einer Mitarbeiterin, Basic-Userin darf sie sich nun nach der ersten Stufe der Ausbildung nennen.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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