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Mehr Mediation im Gerichtssaal

Wasserburg - 20 Richterinnen und Richter absolvierten ihre Weitebildung zum Güterichter der Sozialgerichtsbarkeit. Das Angebot, das es nur in Wasserburg gibt.

20 Richterinnen und Richter aus Bayern erhielten jetzt von der Präsidentin des Bayerischen Landesarbeitsgerichts, Elisabeth Mette, in der Verwaltungsschule der Sozialverwaltung ihre Zertifikate. Sie absolvierten in Wasserburg ihre Weitebildung zum Güterichter der Sozialgerichtsbarkeit, ein neues Angebot, das es nur im BIZSOZ in Wasserburg gibt.

Es sei, so die Leiterin der Verwaltungsschule der Sozialverwaltung, Brigitte Kilburger, ein relativ neues Modell für die Richterinnen und Richter der Sozialgerichtsbarkeit. Zum dritten Mal kamen die Richter, die sich für diese Ausbildung bewerben, zu der zweiteiligen Fortbildungsmöglichkeit nach Wasserburg und auch im nächsten Jahr wird es das Angebot geben. Dass Lösungen im Gerichtsfall nicht hoheitlich von oben nach unten, sondern miteinander gesucht werden, die beide Seiten mittragen können, werde immer wichtiger, "unsere Richter sind begeistert von dem Angebot und von Wasserburg", freut sich Brigitte Kilburger.

Das bestätigt auch Stephan Rittweger vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit des Landessozialgerichts Bayern in München. "Die Räumlichkeiten und didaktischen Möglichkeiten stimmen". Gut sei auch die Lage in unmittelbarer Stadtnähe, "dass man den Kopf immer mal wieder freibekommt". Von Wasserburg gingen mit dieser Fortbildung Impulse aus für die Arbeit der Richter, denn bei Streitereien führte immer mehr die Mediation zur Befriedung. "Die Lösung von altem Handwerkzeug aus dem 19. Jahrhundert ist wichtig. Früher galt der Richter als unangreifbar, heute stellen wir uns öffentlicher Kritik".

"Sitzen die Beteiligten am runden Tisch, werden ihre Sorgen weit besser aufgenommen und aufgefangen. Alle profitieren so von der Mediaton", so Elisabeth Mette bei der Verleihung der Zertifikate. Folgestreitigkeiten und nachfolgende Klagen, seit jeher Sand im Getriebe der Gerichte, würden so vermieden, was Studien und langjährige Erfahrung bewiesen hätten.

"Altersarmut, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit beschäftigten die Bayerischen Sozialgerichte", sagt Stephan Rittweger. Streitbestimmend aber seien meist die sozialen Ängste der Kläger und schon deshalb verlangten die Anforderungen der Zeit von den Gerichten neue Wege zur Lösung von Konflikten. Die Versorgungssituation der Menschen in Deutschland werde kaum besser werden, die Lebenswege wohl komplizierter, was noch mehr Rechtsstreitigkeiten vor Sozialgerichten zur Folge haben werde. "Mit dem Mediationsgesetz hatte die Bayerische Sozialgerichtsbarkeit den Auftrag erhalten, diesen Entwicklungen mit einem zeitgemäßen Instrumentarium zu begegnen. Mehr und nicht weniger Mediation im Gerichtssaal war der Auftrag", so Stephan Rittweger.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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