Forderung: Mehr Sicherheit auf Obings Straßen

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Cornelia Leupold bezweifelte die Aussage Hans Thurners, dass die Obinger voraussichtlich in fünf Jahren die Umgehungsstraße haben werden.

Obing - Der Zustand der Straßen beschäftigt die Bürger. Mehrere Anfragen auf der Bürgerversammlung galten diesem Thema. Insbesondere die Ortsdurchfahrt der B 304 stand in der Kritik.

Cornelia Leupold bezweifelte die Aussage Hans Thurners, dass die Obinger voraussichtlich in fünf Jahren die Umgehungsstraße haben werden. Sie ging von zehn Jahren aus. Dann aber müsse die Ortsdurchfahrt jetzt so hergerichtet werden, dass der Straßenzustand keine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer darstelle. Für die Beseitigung der Spurrillen und Löcher im Straßenbelag müsse der Obinger Gemeinderat noch mehr Druck beim Straßenbauamt ausüben, dies könne man auf keinen Fall so viele Jahre hinnehmen. Franz Rieger wies darauf hin, dass die PAO schon vor fast einem Jahr einen entsprechenden Brief an das Straßenbauamt geschrieben habe, und zeigte sich empört über die Antwort, es sei kein Handlungsbedarf. Geschäftsleiter Ludwig Mörner erklärte, der Gemeinderat habe die Sanierung der Ortsdurchfahrt angemahnt, beim letzten Treffen habe das Straßenbauamt die Reparatur von Schadstellen zugesagt, eine grundlegende Sanierung der Ortsdurchfahrt vor Bau der Umgehungsstraße aber ausgeschlossen.

Jakob Fischer aus Oberleiten zeigte sich unzufrieden damit, dass die 600.000 im Haushalt für Straßen vorgesehenen Euro sich auf innerörtliche Straßen konzentrierten. Als Beispiel für eine Straße außerhalb, die verbessert werden müsse, nannte er die Straße von Kleinornach nach Neustadl. Christl Schmitz listete noch eine ganze Reihe von Schlaglöcher-Strecken auf, die insbesondere für Radfahrer gefährlich seien. Ludwig Mörner wies auf die Mängelliste hin, die die Gemeinde bereitgestellt habe, so dass jeder auf Reparaturbedürftiges im Gemeindegebiet hinweisen könne. Die Gemeindeverwaltung bemühe sich um zeitnahe Abstellung der Mängel.

Paula Wolfegger brachte mit großer Zustimmung der Versammlung den Wunsch vor, dass im Kirchenfriedhof wieder mehr Bestattungen ermöglicht und eine neue Vereinbarung zwischen Gemeinde und Kirche über die Nutzung der beiden Friedhöfe im Ort geschlossen werden sollten. Pfarrer Martin Klein machte den Standpunkt der Kirche in diesem Punkt deutlich. Seiner Ansicht nach sind die berufsgenossenschaftlichen Auflagen jetzt im Kirchenfriedhof erfüllt. Er wolle nun wieder Gräber dort verkaufen, weil es nicht dem Charakter eines kirchlichen Friedhofs entspreche, wenn große Löcher durch aufgelassene Gräber entstehen. Dritter Bürgermeister Andreas Voderhuber hielt dagegen, dass die im Kirchenfriedhof zu eng beieinander liegenden Grabstellen ein Sicherheitsproblem seien, das nur durch die Verlegung der Gräber behoben werden könnte.

Christian Wurmannstätter kritisierte die erlaubten Zeltdächer im Bebauungsplan "An der Schalkhamer Straße". Dies widerspreche der Obinger Gestaltungssatzung, die in Obing bisher gepflegt worden sei. Altbürgermeister und Ortsheimatpfleger Walter Mayer warnte ebenfalls davor, die Gestaltungssatzung auszuhöhlen und bat um die Unterstützung der Heimatpflege. Er warnte vor dem "Verkehrsinfarkt" in Obing, wenn die Umgehungsstraße nicht gebaut werde. Andererseits stimme er ihnen zu, so Walter Mayer weiter, dass Alternativen zu Privatautos und Lastwagen in der Verkehrspolitik gesucht werden müssten und hob die Bedeutung der Chiemgauer Lokalbahn LEO hervor, die die Obinger Bahnstrecke mit großem Einsatz aufrechterhalte. Behindertenbeauftragter Thomas Breu mahnte einen behindertengerechten Zugang zur Kirche an.

igr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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