Die WasserburgerZeitung fragte vor einem Jahr nach guten Vorsätzen - und hakte nach, was draus wurde

Mal mehr, mal weniger gelungen

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Wasserburg - Sechs prominente Wasserburger und ihre vielen guten Vorsätze. Was ist eigentlich aus den Sachen geworden, die sie sich vorgenommen haben?

Vor einem Jahr fragte die Wasserburger Zeitung sechs bekannte Wasserburger nach ihren Vorsätzen für das neue Jahr. Und drohten gleich an, in einem Jahr nachzufragen, was daraus wurde. Das Jahr ist um. Und wie sieht es mit den Vorsätzen aus?

Michael Kölbl

Bürgermeister der Stadt Wasserburg

Michael Kölbl: Insgesamt zufrieden.

Vorsatz beruflich: Das schwierige Haushaltsjahr gut meistern. Fazit: "Es war finanziell knapp, aber ich denke, wir haben das Jahr gut gemeistert."

Vorsatz privat: Keine großen Vorsätze, lieber stetig kleine Schritte. Fazit: "Die 'kleinen Schritte' habe ich fast wörtlich genommen, bin viel beim Nordic Walking gewesen, habe durchschnittlich zweimal pro Woche Sport getrieben."

Wunsch für sich selbst: Die eine oder andere Minute mehr Zeit für sich. Fazit: "Das war das Schwierigste, weil der Terminkalender nicht leerer wird. Aber im August habe ich mir öfter als sonst freie Nachmittage gegönnt."

Toni Meggle

Aufsichtsratsvorsitzender der Meggle AG und Ehrenbürger

Vorsatz beruflich und privat: Ein Terminkalender soll reichen und der tariflich übliche Urlaub genommen werden. Fazit: Ganz eingehalten hat Meggle das nicht, aber: "Was den tariflich üblichen Urlaub betrifft, habe ich immerhin schon fast die Hälfte als genommen zu berichten."

Toni Meggle: Wenig Glück bei der Jagd.

Wunsch für sich selbst: Spannende Erlebnisse auf der Gamsjagd - ohne Fehlschuss. Fazit: "Nur ein Spätsommer-Wochenende brachte mir Waidmannsheil auf zwei alte Stück Gamswild. Im Herbst war die Forststraße zur Renovierung gesperrt, auch hatten wir oben im Jagdhaus nach acht Wochen ohne Regen kein Wasser mehr - das Jahr 2011 werde ich abschließen mit der geringsten Erfolgsliste von inzwischen 33 Pachtjahren."

Gabi Brei

Abteilungsleiterin und Managerin der Basketballerinnen

Gabi Brei: Handicap nicht verbessert.

Vorsatz sportlich: Die Organisation breiter aufzustellen, die Basketballabteilung weiter voranzubringen und möglichst Meister werden. Fazit: So schwer gefallen ist das nicht. "Mit Ulla und Günther habe ich zwei zuverlässige und loyale Mitarbeiter bekommen, die mich organisatorisch mehr und mehr entlasten. Unsere zweite Mannschaft wäre als Erster in der Regionalliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen, wir haben aber auf den Aufstieg verzichtet. Im Nachwuchsbereich haben wir sehr gut gearbeitet und stellen als einziger Verein vier Bayernauswahlspielerinnen.

Und Meister sind wir auch geworden."

Wunsch für sich selbst: Das Golf-Handicap unter 20 drücken. Fazit: Hat nicht sollen sein, "mein Handicap konnte ich leider wegen einer langwierigen Verletzung nicht verbessern."

Dr.Paul Schinagl

Pfarrer

Dr.Paul Schinagl: Ganz gut gelungen.

Vorsatz beruflich: Den Wasserburgern ein guter Seelsorger zu sein. Fazit: "Das kann ich selber nicht beantworten, hier sollten Sie lieber die Wasserburger fragen. Ich jedenfalls habe versucht, mein Bestes zu geben."

Vorsatz privat: Mehr für die Gesundheit tun und Freude am Leben haben. Fazit: Da ist er zufrieden, "Das ist mir ganz gut gelungen!"

Wunsch für sich selbst: Gewicht halten. Fazit: Gelungen: "Mein Gewicht konnte ich Gott sei Dank stabil halten!"

Cordula Zellfelder

Pastorin

Wunsch für sich selber: Nicht anfangen zu rauchen Fazit: Das fiel erwartungsgemäß leicht: "Meinen persönlichen Vorsatz auch in diesem Jahr nicht das Rauchen anzufangen konnte ich problemlos einhalten. Schwieriger war es schon mit dem beruflichen und den privaten Vorhaben - beides wurde durch äußere Umstände erschwert."

Cordula Zellfelder: Nachholbedarf bei Spaziergängen.

Vorsatz beruflich: An fünf Tagen in der Woche sollen Menschen in unserer Gemeinde etwas erleben, hören oder tun, was ihnen gut tut. Fazit: "Genau nachgezählt habe ich es nicht, aber so ungefähr dürfte es hingekommen sein - auch wenn wir im Herbst unsere Veranstaltungen etwas einschränken mussten, da sich unser Gemeindehaus durch den Neubau der Verwaltungsräume mit Pfarrwohnung ebenfalls in eine Baustelle verwandelte und wochenlang nicht zu heizen war."

Vorsatz privat: Zweimal in der Woche mit dem Mann spazieren gehen. Fazit: "Ich hätte wohl besser sagen sollen: Mit meinem Mann und meinem Hund. Ich musste feststellen: Ohne Hund gehen wir nicht spazieren und da wir unseren alten Hund im Frühjahr einschläfern lassen mussten, haben wir unser Soll sicher nicht erfüllt. Allerdings holen wir gerade wieder stark auf, da seit einiger Zeit ein neuer Hund zu unserer Familie gehört."

Regina Semmler

Leiterin des Mehrgenerationenhauses

Vorsatz beruflich: Gesicherte Weiterführung des Mehrgenerationenhauses und ein erfolgreicher 2. Wasserburger Lauf. Fazit: Einfach war es nicht, zumindest die gesicherte Finanzierung des MGH dauerte. "Der 2. Wasserburger Lauf war trotz durchwachsenem Wetter ein toller Erfolg. Im November kam zudem die Zusage, dass der Bund das MGH drei weitere Jahre fördert - wenn auch in geringerem Umfang. Möglich wurde dies nur durch die Unterstützung der Stadt, die die fehlenden 10000 Euro jährlich zufinanzieren wird, und durch die Unterstützung der ortsansässigen Firmen, Vereine, Institutionen sowie dem Engagement vieler Bürger."

Vorsatz privat: Ein Klassiker war's - mehr sporteln. Fazit: Hat nicht sollen sein, gesteht Regina Semmler schmunzelnd ein: "Naja, mehr gesportelt habe ich nicht, aber zumindest auch nicht weniger."

Wunsch für sich selbst: Sorgenfreies, glückliches, gesundes Jahr für alle ihr nahestehenden Menschen. Fazit: "Es war ein ganz normales Jahr mit all seinen Sorgen und Freuden."

Sylvia Hampel/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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