Mitfiebern in der Ferne

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Autokorso nach dem Spiel gegen England am Sonntag, Fußballfans hoffen auf eine Wiederholung am morgigen Samstag.

Wasserburg - Es wird heiß. Nicht nur, weil am heutigen Freitag und morgigen Samstag Temperaturen über 30 Grad vorhergesagt sind. Nein, auch das Fußballfieber steigt und steigt.

Die Viertelfinale der Weltmeisterschaft stehen an. Nur ein knappes Dutzend Wasserburger sieht sie in Südafrika. Da sind die Wahlwasserburger aus den anderen beteiligten Ländern deutlich in der Mehrheit.

"Fehlanzeige, das war den Leuten wohl zu teuer!" heißt es amüsiert im Reisebüro Eggerl auf die Frage nach Wasserburger WM-Touristen. "Bei uns haben zwei Personen schon vor langem gebucht", das sei es aber auch schon gewesen, so Alexandra Winter vom Raiffeisen Reiseservice. Für Südafrika sei jetzt aber die falsche Reisezeit, denn dort ist Winter. Hauptreisezeit sei Oktober bis März, dann ist am anderen Ende der Welt Frühjahr und Sommer.

Langfristige Buchungen hatte Jutta Mauritz vom Reisebüro am Marienplatz zwar auch, die Masse aber war kurzfristig. Wobei "Masse" bei knapp zehn Kunden eigentlich die falsche Formulierung ist, Mehrheit trifft es besser. Bei den relativ kurzfristigen Buchungen seien die Flüge kein Problem gewesen, Karten für die Spiele auch nicht, "die bekommt ja selbst vor Ort noch problemlos", so Jutta Mauritz. Nur mit den Unterkünften, da war es extrem schwierig, "ich habe Kunden, die nur mit gebuchten Flügen runter sind - keine Ahnung, wo die jetzt schlafen!"

Die Optimisten buchten den Rückflug nach dem 11.Juli, die eher etwas skeptischen Kunden nahmen vorsichtshalber doch lieber problemlos umbuchbare Tickets. Denn ein Rückflugdatum muss in jedem Fall eingetragen sein.

Auch wenn es nicht viele Kunden seien, die sich durch die Fußball-WM nach Südafrika locken ließen - den meisten war es wohl schlicht zu teuer -, so hofft Jutta Mauritz, dass sowohl Südafrika und auch das ihr sehr am Herzen liegende Nachbarland Namibia langfristig von der Weltmeisterschaft profitieren, dass die vielen schönen Bilder vom südlichen Ende des Kontinents nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Und während in Wasserburg neben vielen tausend Bayern und Deutschen auch ein Ghanaer, eine Argentinierin, vier Niederländer und eine Niederländerin, fünf Brasilianerinnen sowie fünf Spanier und zwei Spanierinnen (Urugayer und Paraguayer sind in Wasserburg nicht gemeldet) den Viertelfinals am heutigen Freitag (16 Uhr Niederlande:Brasilien; 20.30 Uhr Uruguay: Ghana) und am morgigen Samstag (16 Uhr Argentinien: Deutschland; 20.30 Uhr Paraguay:Spanien) entgegenfiebern, da ist ein Gruppe aus Südafrika ganz entspannt. Die Mitarbeiter einer Agentur, mit der Jutta Mauritz zusammenarbeiet, sind bis Mitte Juli hier in Deutschland, "die sind vor der Weltmeisterschaft geflohen!", lacht Jutta Mauritz.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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