Mittelpunkt Nasenbach

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Fast fertig sind die Arbeiten am Nasenbach in der Ortsmitte. Über diese Stufen soll man in wenigen Wochen zum Bach gehen können. Nur die Verschmutzung durch Algen bereitet noch ein wenig Sorgen.

Albaching - Was sind die Themen bei der Albachinger Dorferneuerung, wie ist der Stand und was ist geplant? Mit Antworten auf diese Fragen befasste sich der Gemeinderat und die Teilnehmergemeinschaft in einer gemeinsamen Sitzung.

Aktuell sei man bei der Bachaufweitung in der Ortsmitte "schon ziemlich weit", berichtete Bürgermeister Franz Sanftl. Die Erdarbeiten seien soweit abgeschlossen und teilweise auch die Bepflanzung. Nun stelle sich die Frage nach dem Geländer. Mehrere Varianten aus Holz, aus Stahl jeweils mit Längs- und Querstreben gebe es bereits in der Umgebung. Wünschenswert sei aber ein einheitliches Bild. Bei einem eisernen Geländer hätte man "länger Ruhe" meinte Hans Raab, während sich Günter Ganslmeier für ein hölzernes aussprach. Darüber müsse man noch mit dem Landratsamt sprechen, schloss der Bürgermeister den Punkt ab. Je nach Ausführung gebe es auch Zuschüsse oder Unterstützung des Landkreises, ergänzte er.

Helmut Maier wünschte sich eine absehbare Lösung für den Schuppen auf dem anliegenden Grundstück. Der würde abgerissen, so bald das Brennholz darin aufgebraucht sei, wusste aus Gesprächen Georg Lidl vom Amt für ländliche Entwicklung. Weil das eine öffentliche Fläche betreffe, ergänzte Sebastian Friesinger, könnte sogar eine Förderung möglich sein. Wünschenswert sei außerdem, die private Brücke zum angrenzenden Anwesen auch mit einem Geländer zu versehen.

Ein Problem in der Bachaufweitung sei jedoch die Verschmutzung und Algen. Helmut Maier empfahl eine regelmäßige Reinigung, "damit das dort nicht zu einer Kloake verkommt". Mit einem Straßenbesen sei der Schmutz in einem wöchentlichen Rhythmus leicht zu lösen, ist die Erfahrung von Sanftl. "Warum eigentlich nicht?", fragte Raab wegen der Algen, gegen "einen Binsenstock oder Frösche" sei nichts einzuwenden. Man brauche "nicht drumherum reden", meinte dazu Lidl, so etwas komme von den Nährstoffen im Wasser und die hätten ihren Ursprung im Dünger auf den Feldern. Raab sah sogleich die Bauern in ein falsches Licht gerückt. In der Folge tauschten die Sitzungsteilnehmer unterschiedliche Meinungen zur Sauberkeit des Nasenbachs aus.

Etwas in der Luft hängt noch der Vorschlag von Maier, einen Pavillon aufzustellen. Selbst wolle er noch nach Beispielen schauen. Der verdecke zwei Seiten auf eine Länge von gut zwei Metern, das sei schon beachtlich, befürchtete Friesinger.

Ein weiteres Thema war die sogenannte Bachrenaturierung östlich des Dorfweihers. Die Gemeinde habe das Grundstück erwerben können. Bis zu 65 Prozent gebe es für den naturnahen Rückbau des Nasenbachs in diesem Bereich, sofern eine Grunddienstbarkeit für den Freistaat eingetragen werde. August Seidinger junior riet dabei angesichts der Einschränkungen "zur Vorsicht", während Sanftl keine Gefahr sah, denn bereits im Vertrag mit der Pfarrpfründestiftung sei eine grüne Fläche festgeschrieben worden. Dr.Petra Wirtz erneuerte ihren schon früher vorgebrachten Wunsch, etwas "für Kinder, Wasserspiele, Spiel- oder Grillplatz", aufzustellen, während sich die anderen Diskussionsteilnehmer auch eine ruhigere Nutzung vorstellen konnten.

Günter Ganslmeier empfahl, "Ideen zu sammeln" und diese dem Arbeitskreis Dorfentwicklung vorzulegen. Dafür beauftrage man einen Planer, beschied Sanftl, die Vorschläge reiche man weiter.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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