Im Modell ist das neue Fletzinger fertig

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So soll in zwei Jahren das Fletzinger-Areal aussehen: Mehrfamilienhaus im Biergarten, verlängertes Braumeistergebäud (links), freistehendes Salettl (unten Mitte) und dazwischen (unten links) die Abfahrt zur Tiefgarage. 

Wasserburg - Das Modell des Areals, das die Investoren und Architekt Ludwig Labonte im Bauausschuss vorstellten, kam bei den Stadträten gut an. Nur noch zwei Anliegen sind offen:

Nur noch eine Tiefgaragenabfahrt, eine aufgelockerte Fassade des Neubaus im Biergarten - damit sind die beiden wichtigsten noch offenen Anliegen des Stadtrates bei der Umgestaltung des Fletzinger-Areals erfüllt. Das Modell des Areals, das die Investoren und Architekt Ludwig Labonte jetzt im Bauausschuss vorstellten, kam bei den Stadträten gut an.

Auch die Investoren von KSS und der Architekt waren letztendlich zufrieden mit der einen Tiefgaragenzufahrt. Die rutscht an den Max-Emanuel-Platz, direkt neben das bestehende Restaurant, und erschließt die komplette Garage für den Neubau, die Stadthäuser, das Hotel und die Gebäude um dem Brauereihof. Durch die Umgestaltung sind es nun auf der gleichen Fläche sieben Stellplätze mehr.

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Dass dieser Zufahrt der hinterste Teil des Brauereigebäudes zum Opfer fällt, durch einen kürzeren und etwas schmaleren Neubau ersetzt wird, das konnten die Bauausschussmitglieder verschmerzen. Zumal damit das Salettl, das den künftigen Biergarten an der Palmanostraße abschließt, frei steht und besser zur Geltung kommt. Sehr positiv aufgenommen wurde auch die Verlängerung des "Braumeistergebäudes": Das wirke besser als die bisherige Remise. Und Probleme mit der Bushaltestelle gebe es auch keine, die könne um ein paar Meter verschoben werden.

Der Neubau im Biergarten war bei seiner ursprünglichen Präsentation auf grundsätzliche Zustimmung gestoßen, nur die Fassade kam nicht an. Den Fassadenwettbewerb entschied ein Entwurf für sich, der die gängigsten in Wasserburg typischen Fensterformen aufgreift, diese adaptiert und dann immer noch Spielereien mit Putz und Farbe ermöglicht, um das große Gebäude optisch zu unterteilen.

Wolfgang Schmid (CSU) fand die gemeinsame Tiefgarage mit nur einer Zufahrt positiv, befürchtete aber, dass dann eine Weile ein Loch in der Altstadt klaffe, denn die Gebäude rund um den Brauereihof seien doch erst der dritte Bauabschnitt. Johannes Sewald, das eine S von KSS, schilderte auf Nachfrage von Friederike Kayser-Büker (SPD) den geplanten zeitlichen Ablauf des gesamten Projektes:

Noch im Juni soll der Abriss des Gebäudes Fletzingergasse 22 beginnen. Im September ist der Baubeginn für die Häuser Fletzingergasse 20/22 und Salzsenderzeile4 vorgesehen, kurz danach soll es im Biergarten losgehen. Was bedeutet, dass dann auch die Garagen an der Palmanostraße, der einstöckige Hotelanbau, die Remise am Max-Emanuel-Platz und das hinterste Brauereigebäude für die Tiefgarage und ihre Zufahrt abgerissen werden. Denn die Tiefgarage soll, wegen des günstigeren Wasserstandes, so weit es geht im Winter gebaut werden. Und im kommenden Frühjahr ist dann laut Sewald schon der Hochbau am Max-Emanuel-Platz vorgesehen.

Wobei Sewald leichte Bedenken hatte, ob denn die zweite Hälfte des Zeitplanes zu halten sei, denn noch ist der Bebauungsplan "Fletzingerbräu" nicht durch. Bürgermeister Michael Kölbl ging allerdings davon aus, dass das kein unüberwindliches Problem sei.

Am 26.Juni ist ein Treffen mit Vertretern des Denkmalschutzes, der Stadt und den Investoren angesetzt, dann sollen letzte Details geklärt werden. Was den Denkmalschützern gefallen dürfte: Der vordere Teil der ehemaligen Brauereigebäude bleibt, mitsamt Kamin, erhalten. Erstmal werden diese Gebäude nicht genutzt, sie sind als Reserve für das Hotel gedacht.

Fletzinger wird "kein Hotel von der Stange"

Da ist die Einigung mit interessierten Pächterinnen offensichtlich in Griffweite, denn deren Vorstellungen fließen, wie Sewalds Worten zu entnehmen war, schon die Planungen der parallel zu den Bauarbeiten laufenden Hotelsanierung mit ein. Eines ist laut Sewald jetzt schon klar: Das Fletzinger wird auch nach der Kernsanierung kein Hotel von der Stange. "Wir wollen kein steriles Kettenhotel, das überall auf der Welt gleich aussieht, wo jedes Zimmer aussieht wie das nächste". Die individuellen Größen und Ausstattungen der Zimmer sollen erhalten bleiben, der einsame Radler soll genauso seinen Platz finden wie die Familie oder der über Wochen bleibende Geschäftsmann. Das allerdings wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2013 der Fall sein.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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