Private Kindergarten-Pioniere

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Kindergartenleiterin Christine Aringer (Mitte) freute sich über das riesige Büfett, das "ihre" Vorschulkinder zusammen mit dem Köche-Verein Rosenheim eigens für das Jubiläum gezaubert hatten.

Wasserburg -Damals war es eine fast "revolutionäre Idee", zwischenzeitlich gehört dieses Angebot fest zu Wasserburg: Der Montessori-Verein feierte sein 20-jähriges Bestehen.

Eigentlich waren es drei Feste, die am vergangenen Wochenende in eine Feierlichkeit gepackt wurden. Der Montessori-Verein beging sein Jubiläum, der Montessori-Kindergarten auf dem Areal des Inn-Salzach-Klinikums wurde 18 Jahre alt und die Vorschulkinder bekamen im Rahmen des Sommerfestes ihre ganz persönliche Verabschiedung in Richtung Grundschule.

Eine ungezwungene, legere Veranstaltung sollte es werden, so Kindergartenleiterin Christine Aringer, "ganz im Sinne unserer Kinder". Und damit Letztere dann auch in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wurden, hatte man sämtliche Feierlichkeiten in die Blumenwiese und auf die Terrasse vor dem Kindergarten verlegt.

Neben der Vorstandschaft und den Mitgliedern des Montessori-Vereins, der die Trägerschaft für den Kindergarten in Händen hält, waren gebührend dem Anlass auch zahlreiche "Ehemalige" erschienen, die vor 20 Jahren den Montessori-Gedanken in Wasserburg ins Rollen gebracht hatten.

Konkretes Ergebnis war der erste Kindergarten in Vereins-Trägerschaft in Wasserburg, der allerdings seine Anerkennung teilweise vor Gericht erstreiten musste. Später wurde auch eine private Schule angestrebt, aus der aber dann nichts wurde.

Der Hausherr und Direktor des Inn-Salzach-Klinikums, Dr.-Theo Danzl, erinnerte in seinen Grußworten an die nicht ganz einfache Startphase, speziell an die stadtübergreifende Suche nach einer geeigneten Kindergartenräumlichkeit. Nachdem in einer freiwerdenden Arztwohnung auf dem Klinikareal endlich die richtige Bleibe gefunden war, nahm im Herbst 1991 der Kindergarten mit integrativem Hintergrund seinen Betrieb auf. Für das Klinikum sei der Kindergarten auf eigenem Areal ein wichtiger Aspekt, zumal viele Beschäftigte ihre Kinder so in unmittelbarer Erreichbarkeit unterbringen könnten, so Danzl.

Der Vorstand des Vereins, Jochen Knöchel, sah es als Selbstverständnis der Mitglieder und damit hauptsächlich der Eltern an, den Montessori-Gedanken mit dem Weiterbestand des Kindergartens fortzutragen. Einen Dialog mit allen städtischen Institutionen wolle man in der Zukunft so wie in der Vergangenheit in den Vordergrund stellen. Allen Mitgliedern und "Ehemaligen" dankte er für die langjährige Unterstützung.

Als eine Stärke der Stadt wertete Zweite Bürgermeisterin Marlene Hof-Hippke die vielfältige Kindergartenlandschaft in der Kommune. Der Montessori-Kindergarten mit seinem integrativ-pädagogischen Ansatz und damit auch der Trägerverein nähmen eine gewichtige Stellung ein. Beide trügen maßgeblich zum guten Ruf aller Kindergärten in der Stadt bei.

Kindergartenleiterin Christine Aringer dankte allen Kollegen und Unterstützern, die mit ihrem nachhaltigen Engagement die Einrichtung zu dem gemacht hätten, was sie heute sei. Als Dank gab es für alle eine Sonnenblume.

Und dann ging es ans Feiern, denn es sollte ja auf der Blumenwiese und in der Spielstraße ein Fest für die Kinder werden. Und auch die Eltern kamen auf ihre Kosten. Mit Unterstützung der Profis vom Köche-Verein Rosenheim hatten die Vorschulkinder ein schönes Büfett kreiert - ein doppelt geschmackvoller Abschied. tro

Quelle: rosenheim24.de

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