Mordprozess: Alibi des Angeklagten geplatzt

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Das Opfer.

Traunstein - Im Prozess um den Mord an dem 52-jährige Osman Saracuz wollte der Angeklagte am ersten Tag keine Aussage zur Tat machen. Allerdings konnte bereits jetzt sein Alibi wiederlegt werden.

Hier wurde Osman Saracuz gefunden.

Der 48-jährige Türke gab lediglich an, erhebliche Schulden zu haben. Anschließend machte ein Kripobeamte seine Aussage. Dabei wurde das Alibi des Angeklagten wiederlegt. Sein Alibi war auf seinen Neffen gestützt. Dieser konnte allerdings die Lüge nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und erzählte der Polizei schließlich doch die Wahrheit.

Danach sagte ein Polizei-Sachbearbeiter aus. Er bestätigte, dass es zwischen Täter und Opfer nicht zu einem Kampf gekommen sein kann. Der 52-jährige Osman Saracuz sei unvermittelt mit einem Kopfschuss getötet worden.

Mordprozess gegen Vereinsvorsitzenden

Der Vorsitzende eines Münchner Hilfsvereins für Türken muss sich seit Dienstag wegen Mordes vor dem Traunsteiner Schwurgericht verantworten. Dem 48-Jährigen wird vorgeworfen, einen Landsmann im März 2010 bei Edling erschossen zu haben. Das ebenfalls zur Vereinsspitze gehörende Opfer hatte herausgefunden, dass der mutmaßliche Mörder die Vereinskasse seit 2001 um 56 000 Euro geplündert hatte und wollte das aufdecken.

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Die Hintergründe der Tat

Zu den Hintergründen der Tat ist bislang erst wenig bekannt. Wie Medien berichten, war der 48-jährige Angeklagte Vorsitzender in einem türkischen Unterstützungsverein und soll es im Rahmen seiner Tätigkeit mit den Finanzen nicht so genau genommen haben. Dadurch soll dem Verein ein Schaden in fünfstelliger Höhe entstanden sein. Dem 52-jährigen Opfer sollen diese Unregelmäßigkeiten aufgefallen sein, die er anschließend bei einer Sitzung des neuen Vorstands - die für den 14. März angesetzt war - darlegen wollte.

Soweit kam es aber nie. Saracuz wurde in der Nacht zuvor auf brutale Art und Weise getötet. Der 48-Jährige soll mit Saracuz in der Nacht zum 14. März in die Gegend zwischen Edling und Albaching gefahren sein. Anschließend stiegen beide aus dem Auto aus. Dabei soll der Tatverdächtige plötzlich eine Waffe gezogen haben und Saracuz in den Kopf geschossen haben.

Bayernwelle SüdOst

Quelle: rosenheim24.de

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