70 Kollegen in Hochhaus: 800 Tonnen Mehl pro Jahr

Müller schauten sich in der Drax-Mühle um

+
Die Mitglieder des Mühlenvereins ließen sich die DraxMühle zeigen. Foto manzinger

Rechtmehring (WZ) - Etwa 70 Mitglieder des bayerischen Mühlenerhaltungsvereins informierten sich in der Draxmühle in Hochhaus über den Betrieb der Mühle und den Mühlenladen. Monika Drax gab einen kurzen Überblick über die Geschichte der 1534 erstmals erwähnten Mühle.

Drei weitere Mühlen waren am Hochhauser Bach. Im Jahr 1900 ist diese abgebrannt, bevor sie 1912 in Besitz der Familie Drax kam. Früher wurde neben der noch bestehenden Landwirtschaft und der Mühle noch ein Sägewerk betrieben, angetrieben vom Wasser des Hochhauser Baches. Das Wasserrad wurde 2006 renoviert und liefert seitdem etwa 1,5 KW.

Seit 1984 gibt es den Mühlenladen, wo man mit drei verschiedenen Müslis begann. Mittlerweile werden 3000 Artikel geführt. Er ist ein wichtiges Standbein.

In der Mühle werden etwa 800 Tonnen Weizen, Roggen und Dinkel im Jahr vermahlen, davon 20 Prozent Biomehl. 30 verschiedene Mehlsorten werden insgesamt gemahlen. Mit Mühlenladen sind 17 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Müller verstehen sich als Urväter der Technik, so Hans Georg Walzer, Vorsitzender des Mühlenerhaltungsvereins. Bei der Führung durch Monika und Bruno Drax durch die vier Stockwerke der Draxmühle konnte man sich das gut vorstellen. Von den 200 Mitgliedern des bayerischen Mühlenerhaltungsvereins besitzt etwa die Hälfte eine eigene Mühle. Insgesamt gibt es in Bayern noch etwas über 100 aktive Mühlen, nach Ende des Weltkrieges waren es noch 4400.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser