Wertvolle Figuren gefährdet

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Der Engel und Maria: Seit dem Entstehungsdatum dieser Bilder ist die Schädigung der Figuren bereits wieder fortgeschritten.

Wasserburg - Die katholische Kirche feiert das Fest der Verkündigung des Herrn am 25. März. Entsprechend ist das Objekt des Monats im Museum Wasserburg eine Verkündigungsgruppe.

Sie werden dem Umkreis Hans Leinbergers zugeschrieben und auf um 1520 datiert. Es handelt sich um zwei Tragstockfiguren, die ursprünglich die Prozessionsstangen des Vereins der Kleidermacher zierten.

Die beiden, knapp 30 Zentimeter großen Skulpturen sind aus Holz gearbeitet, mit Kreide grundiert und farbig gefasst. Leinberger ist einer der bedeutendsten Bildhauer, Plastiker und Bildschnitzer der Spätgotik in Altbayern. Die Skulpturen zählen damit zu den wichtigsten Objekten des Museums.

Bedingt durch ihre Unterbringung im Sakralraum des Museums haben sie aber schwere Klimaschäden entwickelt. Der Sakralraum des Museums ist ein ehemaliger Kuhstall, der im Sommer sehr feutcht ist, im Winter dann wieder trocken. Holzskulpturen benötigen aber eine gleichbleibende relative Luftfeuchtigkeit und wenn möglich eine gleichbleibende Temperatur. Die Bemalung der Skulpturen, auch Fassung genannt, verliert ansonsten ihre Haftung an der Skulptur und löst sich ab, was besonders gut an der Figur des Engels zu sehen ist. Inzwischen ist es nicht mehr möglich, die Figur ohne einen erfahrenen Restaurator aus der Vitrine zu nehmen.

Die Stadt hat in diesem Jahr dem Museum mehr Mittel zur Verfügung gestellt, um geschädigte Objekte zu restaurieren und zu konservieren. Gemeinsam mit der Landesstelle für Nichtstaatliche Museen in Bayern wird derzeit überlegt, wie die sakrale Kunst in Wasserburg zu sichern ist.

Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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