Nächste Runde im Umgehungs-Kampf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rott - Praktisch alle Politiker haben 2009 versprochen, sich für die Verlegung der Bundesstraße 15 bei Lengdorf einzusetzen. Und, was ist daraus geworden?

Der Rotter Bürgermeister Marinus Schaber möchte nun wissen, was daraus geworden ist.

Der bevorstehende Bau der Westtangente Rosenheim löst nicht bei allen B15-Anwohnern die gleiche Freude aus. Nachdem schon die Einführung der Autobahnmaut vor einigen Jahren eine enorme Steigerung des Verkehrsaufkommens durch Mautflüchtlinge auf der B15 zwischen Landshut und Rosenheim gebracht hat, bestätigen laut Gemeinde Rott Verkehrsprognosen, dass die Umgehungstangente noch mehr Schwerlastverkehr auf sich ziehen wird, "was besonders die Anlieger im Bereich Rott-Lengdorf nicht gerade glücklich macht", so der Rotter Zweite Bürgermeister Dr. Hüther.

"Im Kampf um eine Verlegung der B15 im Lengdorfer Bereich wurde nun eine neue Runde eingeläutet", so Hüther. Die jüngsten Forderungen der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig und Angelika Graf nach einer Ortsumgehung für Lengdorf würden den mittlerweile 40 Jahre andauernden Anstrengungen der Gemeinde Rott Unterstützung geben.

Schon 1970 gab es nämlich den ersten Entwurf vom Straßenbauamt Rosenheim für eine B15-Verlegung von Lengdorf bis Attel. Die Lengdorfer Umgehungspläne wurden dann aber durch die Diskussion um die "B15-neu" für lange Zeit gestoppt. Als 1993 die "B15-neu" zurückgestellt wurde, kam dafür die Umgehung Lengdorf in den vordringlichen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen, wurde dann aber 2003 "aus Umweltschutzgründen" wieder gestrichen.

Im August 2006 erhielten die Rotter die Auskunft des Bundesverkehrsministeriums, dass die 15-Verlegung Lengdorf auch außerhalb des Bedarfsplans als Ausbaumaßnahme oder Bahnübergangsbeseitigung realisiert werden könne, wobei eine zeitgleiche Fertigstellung mit der Westtangente Rosenheim in Aussicht gestellt wurde. Nach Regierungswechsel in Berlin hieß es aber 2009: Es geht doch nicht ohne Aufnahme in den Bedarfsplan.

Auf einer Großveranstaltung im Juli 2009 beteuerten alle anwesenden Bundes- und Landespolitiker sowie Landrat Neiderhell, sich für das Rotter Anliegen einzusetzen. Dieses Versprechen fordert Bürgermeister Marinus Schaber nun energisch ein. Bei sämtlichen Teilnehmern der damaligen Veranstaltung hat er nun schriftlich nachgefragt, was denn aus ihren politischen Versprechungen geworden sei und wer sich bisher wie für das Rotter Anliegen eingesetzt habe. Eine weitere Veranstaltung zur B15-Situation ist geplant.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser