In den nächsten Jahren Großes vor

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Noch ist nichts endgültig entschieden. Doch dass die "Kaserne" saniert werden muss, steht fest. Wann und wie, das soll die Planung heuer ergeben. 2014 könnte dann Baubeginn sein - geschätzte Gesamtkosten 4,5 Millionen Euro.

Wasserburg - Äußerst zurückhaltend bei den Investitionen ist die Stadt in diesem Jahr. Allerdings sollen konkrete Weichen für Großprojekte in den Folgejahren gestellt werden.

Die Zahlen des aktuellen Haushaltsplanes sagen diesmal relativ wenig darüber aus, wieviel Geld die Stadt in der nächsten Zeit für Bauprojekte ausgeben wird. Denn bei den größten Projekten sind nur die Planungskosten ausgewiesen. Wieviel die Bauten wirklich kosten werden, findet sich als Schätzung im Investitionsplan.

Auf den ersten Blick aber gibt es beim Hoch- und Tiefbau erst einmal einen Investitionsrückgang von 54 Prozent: 3,98 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan 2012. Letztes Jahr waren es 8,6 Millionen, davor 5,5 Millionen. Anders schaut es bei den "beweglichen Sachen" aus. Hier sind diesmal 465.000 Euro eingeplant, im Vorjahr waren es 227.000 - und das, obwohl die Feuerwehr heuer kein neues Fahrzeug bekommt. Man will erst das Ergebnis eines Gutachtens abwarten, das klären soll, wie die Feuerwehrausstattung in Wasserburg künftig opitmiert werden kann. Hier mahnte Josef Baumann (Freie Wähler Reitmehring) in der Haushaltsrede, dann aber auch zu akzeptieren, wenn Reitmehring im Gutachten besser abschneide als Wasserburg.

Der größte Einzelposten im Vermögenshaushalt 2012 ist auch das größte Projekt der nächsten Jahre: 700.000 Euro für "Mittelschule: Planung Umbau und Sanierung Schule und Sportbereich". Wohin dabei die Reise geht, zeigt die Zahl von sieben Millionen Euro "Verpflichtungsermächtigung". Für diesen Betrag darf die Stadt heuer schon Bauaufträge erteilen. Insgesamt wird das Projekt auf mindestens zwölf Millionen geschätzt. Sollte die Planung deutlich mehr ergeben, wird es sicher noch einmal eine Grundsatzdiskussion im Stadtrat geben. Dann könnte ein Neubau sinnvoller sein, so die CSU. Ansonsten könnte zum Jahresanfang 2013 mit dem Bauabschnitt 1, der Sporthalle, begonnen werden.

Das wohl zweitgrößte Projekt der nächsten Jahre ist der Bau des Museumsdepots. Im Zahlenwerk schlägt sich das allerdings erst 2015 mit drei Millionen Euro nieder, heuer nur mit 45.000 Euro Planungskosten. Das liegt daran, dass der Bau als Modell vorfinanziert und erst nach Bezug von der Stadt bezahlt wird.

Eine weitere Kanal-Großbaustelle zeichnet sich in Reitmehring ab. Dort muss eine Pumpstation erneuert werden, was heuer geplant und angefangen (310.000 Euro), nächstes Jahr fertiggebaut werden soll (eine Million). Außerdem wird dort ein Kanalstück erneuert, 2012 ist die Planung dafür angesetzt (30.000 Euro), 2014 sind es dann weitere 400.000 Euro.

Und noch eine Baumaßnahme wird Thema: Die ehemalige "Kaserne" am Kaspar-Aiblinger-Platz, in der auch die Polizeiinspektion ist, muss saniert werden. 50.000 Euro sind für die Vorplanung vorgesehen, weitere 4,5 Millionen bis 2014 angesetzt.

Gleichzeitig sind auch noch ältere Baumaßnahmen abzuzahlen. Rund eine Million Euro für Busbahnhof und Bahnhofsplatz und rund 400.000 Euro für den Kanal nach Attel sind noch nicht abgerechnet und für 2012 eingestellt.

Kein Wunder, dass angesichts dieser Zahlen die Stadträte gar nicht mehr Projekte in den aktuellen Haushalt hineinpacken wollten. Obwohl mit Brucktor-Ensemble, Attel-Kanal und Busbahnhof/Bahnhofsplatz große Brocken schon erledigt wurden, kommen auf Wasserburg in den nächsten Jahren weitere erhebliche Ausgaben zu.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser