Neubürger zum ersten Mal offiziell empfangen

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Kontakte knüpfen, Fragen beantworten, oder einfach ratschen - in lockerer Atmosphäre ging das alles beim ersten Empfang für die neu zugezogenen Wasserburger.

Wasserburg - Knapp 13.000 Einwohner hat Wasserburg. Diejenigen, die in den letzten Monaten dazu kamen, waren jetzt zum ersten Neubürgerempfang ins Rathausfoyer eingeladen.

"Ich habe jahrelang in Babensham gewohnt und hätte nie gedacht, dass ich heute noch so viel Neues über Wasserburg erfahre", staunte eine Dame. Ziel erreicht, kann man da dem ersten Neubürgerempfang der Stadt attestieren. Zwischen 700 und 800 Menschen ziehen jedes Jahr neu in die Stadt, sie alle waren eingeladen, sich im Rathausfoyer über ihre neue Heimat zu informieren.

Erwartungsgemäß kamen längst nicht alle, knapp zehn Prozent sind es nach den Erfahrungen anderer Kommunen und diese Zahl dürfte bei der Wasserburger Premiere gerade erreicht worden sein. Empfangen wurden die Besucher - vom Pärchen Anfang 20 über junge und nicht ganz so junge Familien bis zu Herrschaften deutlich im Seniorenalter - von den Stadtknechten und von Bürgermeister Michael Kölbl, der wohl selten in so kurzer Zeit so viele Hände geschütelt hat. Ein Empfang für die Neubürger sei ein langgehegter Wunsch gewesen, so Kölbl, von nun an soll er jedes Jahr stattfinden.

Der Bürgermeister stellte kurz die Eckdaten der Stadt vor, ging dann etwas detaillierter auf die Stadtverwaltung und die städtischen Einrichtungen von Archiv über Müllabfuhr bis Kindertagesstätten ein und vergaß auch nichtstädtische Institutionen wie die beiden Kliniken und die Stiftung Attl nicht. Dass Wasserburg mit seinen rund 9000 Arbeitsplätzen entgegen des ersten Anscheins eine Industriestadt ist, verblüffte die Neu-Wasserburger, Kölbls trockener Kommentar, dass die Außenstelle des Arbeitsamtes "mangels Arbeit vor einigen Jahren geschlossen wurde", sorgte für Gelächter.

Locker ging es weiter, im Foyer waren fünf Informationsecken zu den Themenbereichen Wirtschaft/Kunst, Kultur, Erwachsenenbildung/Familie, Senioren, Soziales/Vereine und Stadt eingerichtet, wo es nicht nur Broschüren und anderes Informationsmaterial gab, sondern auch Ansprechpartner zur Verfügung standen.

Untermalt von der schönen Musik der Wasserburger Formation "Kreiz&quer" wurde eifrig geratscht und gefragt. Der ständig in ein Gespräch verwickelte Bürgermeister freute sich vor allem über das viele Lob, dass seine Neubürger über die ersten offiziellen Kontakte mit der Stadt, sei es im Bürgerbüro im Rathaus oder bei den Stadtwerken, äußerten. Ein junger Mann eilte zielstrebig in Richtung des WFV-Vorsitzenden, eine Familie zog es zum Sportreferenten und zum TSV-Vorsitzenden. Als besonders eifrige Netzwerkerinnen entpuppten sich die Damen der Abteilung Soziales, sie waren immer im Gespräch. Eine Neu-Wasserburgerin, die nicht so recht wusste, wo sie sich ehrenamtlich engagieren soll, fand so zum Mehrgenerationenhaus.

Wer möchte, konnte dann bei zwei Führungen noch die neue Heimat erkunden.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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