Stadtrat verabschiedete in Ausschüssen vorberatene Satzungen für Wasser, Abwasser und Müll

Neue Preise gelten ab Jahreswechsel

Wasserburg - Ab dem kommenden Jahr gelten neue Preise für Wasser, Abfall und Müll. Einiges wird ab Januar sogar günstiger.

Rekordverdächtig schnell waren alle die Stadtwerke und die Entsorger betreffenden Punkte in der jüngsten Stadtratssitzung abgehandelt: Sie alle waren in den verschiedenen Ausschüssen entsprechend vorberaten worden.

So ging es um die Änderung der Wasserpreise zum Jahreswechsel. Die Kalkulation für die Jahre 2013 bis '16 ließen die Stadtwerke laut Werkleiter Kurt Fritsch erstmals von einem Dienstleister machen, "es ging einfach nicht mehr selber". Die turnusgemäße Neuberechnung erbrachte, dass der Beitrag pro Quadratmeter Grundstücksfläche von 1,56 auf 1,76 Euro steigt, pro Quadratmeter Geschossfläche von 3,37 auf 3,68 Euro. Dafür sinkt die Abwassergebühr von 1,13 auf 1,10 Euro pro Kubikmeter. Der Stadtrat verabschiedete die entsprechende Satzung einstimmig.

Günstiger werden Abwasser und Müll. Bei der Abwasserentsorgung sparen die Kunden künftig rund drei Cent pro Kubikmeter.

Bei der Abfallentsorung können sorgfältige Auseinandersortierer künftig richtig sparen. Denn nicht nur die Grundgebühr sinkt von 4,15 auf 3,75 Euro, der Müll wird auch pro Kilo günstiger: Der Restmüll kostet künftig nur noch 27 statt 37 Cent, der Biomüll 10 statt 20 Cent und der Sperrmüll 27 statt 30 Cent. Gleich bleibt die Gebühr pro Tonnenleerung mit zwei Euro.

Im Tagesordnungspunkt vier ging es um die Bestellung eines Prüfers für den Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke, im Tagesordnungspunkt neun wird das Ergebnis des Jahresabschlusses 2011 bekannt gegeben. Das Ergebnis 2011 ist bereits geprüft, örtlich und überörtlich, und steht fest. 2012 ist bekanntlich noch nicht ganz abgeschlossen. Ist 2012 abgeschlossen, soll sich der bewährte Wirtschaftsprüfer des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes die Zahlen vornehmen. 2011 machten die Stadtwerke bei Ausgaben und Einnahmen von gut 17 Millionen Euro rund 385000 Euro Verlust. Wobei, wie Fritsch die Stadträte erinnerte, gut 200000 Euro des Verlusts auf einer Änderung beim Abschreibungsrecht beruhen.

Die Stadtwerke sind gesetzlich dazu verpflichtet, Berichte über ihre Beteiligung an anderen Unternehmen abzugeben, sofern die Beteiligung mehr als fünf Prozent beträgt. Es hat sich längst eingebürgert, dass auch über kleinere Beteiligungen Bericht erstattet wird. Eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke ist die Wasserburger Energie GmbH, gegründet vor einigen Jahren für den Bau eines Fernwärmewerkes. Das liegt derzeit auf Eis, die Energie GmbH damit auch.

Seit 1999 sind die Stadtwerke an KOS Energie GmbH beteiligt, einer oberbayerisch-schwäbischen Einkaufsgemeinschaft für Strom. Diese verbuchte 2011 einen Gewinn von knapp 300000 Euro.

Mit Summen zwischen 300000 und 2,5 Millionen Euro sind die Stadtwerke an sieben Gesellschaften mit Anteilen unter fünf Prozent beteiligt - von der Wohnungsbaugenossenschaft und dem Bürgersolarkraftwerk Wasserburg über zwei Windparks bis zu den Innkraftwerken. Reine Formalie war es, dass der Stadtrat dem Bürgermeister Vollmachten für die Beschlüsse bei den Gesellschafterversammlungen der Windparks erteilte.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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