Neue Technik für Abwasser

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Klärwärter Hans Eisenmann bei Wartungsarbeiten an einem der beiden Reinigungsbehälter. Fotos Günster

Reichertsheim - Sie läuft! Zufrieden ist Klärwärter Hans Eisenmann mit der neuen Reichertsheimer Kläranlage, die seit dem 2. Juli erwartungsgemäß und zufriedenstellend funktioniert.

Die letzten Tage der alten, 44 Jahre alten Anlage verliefen unspektakulär, der Wechsel fand im laufenden Betrieb einfach durch das Umleiten der ankommenden Abwässer statt.

Für die alte Anlage gab es keine Ersatzteile mehr, da half oft nur viel Improvisieren. Weil die Reparaturen immer mehr wurden, kam die Gemeinde nun nicht mehr umhin, für eine knappe halbe Million Euro etwas Neues hinzustellen.

Damit ist nicht nur die sichere Reinigung der Abwässer gewährleistet, sondern auch die Arbeit für den Klärwärter ist deutlich einfacher geworden. Kein Bangen mehr wegen schwierig zu beschaffender Ersatzteile und weggefallen ist nun auch aufwändiges Herausfischen von Fremdkörpern. Dafür gibt es jetzt einen Rechen, an dem so gut wie alles von selbst hängenbleibt. So beschränkt sich die Arbeit auf das Kontrollieren der Werte, Proben nehmen und Saubermachen. Denn nach wie vor sammeln sich im Rechen unzählige Damenbinden, die eigentlich in keiner Toilette etwas zu suchen haben.

In diese Tiefe von sieben Metern sieht man nicht oft: Das alte Absetzbecken wird Schlammspeicher.

Nach dem Rechen fließt das Wasser in ein Pufferbecken, dann in eines der beiden Reinigungsbecken. Ist ein achtstündiger Reinigungszyklus zu Ende, gilt das Wasser als geklärt und fließt in den nahen Bach. Unterdessen wird der zweite Behälter gefüllt und wartet auf den Start des Reinigungszyklus.

Der Schmutz sinkt jeweils zu Boden, wird Schlamm und gesammelt. Als Speicher dient das frühere, 130 Kubikmeter fassende Absetzbecken, auch Emscherbecken genannt. Dafür ist der Zustand des über 40 Jahre alten Betons noch völlig ausreichend. Zwischenwände darin brechen die Arbeiter derzeit heraus. Rund 500 Kubikmeter reinigte die Anlage alleine in der vergangenen Woche.

In dem Gebäude, wo früher die Tauchtropfkörper rotierten, entsteht jetzt eine Lagermöglichkeit für den Bauhof. Der Abschluss der Arbeiten ist für den frühen Herbst geplant, dann soll es auch einen Tag der offenen Tür geben. Auch der Gemeinderat war schon in der Kläranlage und hat sich von der Funktion überzeugt.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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