Neue Techniker-Schule für Wasserburg

Rosenheim/Wasserburg - Eine neue Schule für „Staatlich geprüfte Techniker für Kunststofftechnik“ kommt an die Wasserburger Außenstelle der Berufsschule Rosenheim.

Das hat Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle dem Rosenheimer Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner heute mitgeteilt. Die Standortentscheidung ist vor allem aufgrund des Engagements des CSU-Abgeordneten gefallen. Dieser hatte sich in den vergangenen Monaten dafür eingesetzt, eine der bayernweit 15 neuen Technikerschulen in den Landkreis Rosenheim zu holen.

Klaus Stöttner begrüßte die neue Technikerschule als ein „wichtiges Signal für den Hightech-Standort Bayern“. Der CSU-Politiker weiter: „Dass diese Technikerschule in unseren Landkreis kommt, ist ein ganz entscheidendes Signal für unsere Region. Dazu muss man wissen, dass die Diskussionen um Ressourcenknappheit und die Umsetzung der Energiewende in Bayern einen Siegeszug der Kunststofftechnik eingeleitet haben, insbesondere bei den Faserverbundwerkstoffen. Denn die steigende Nachfrage nach immer größeren Windkraftanlagen oder die Planung und Konstruktion von Elektrofahrzeugen sorgen für einen enormen Schub bei der Entwicklung neuer Prozesse und Techniken, die den Einsatz von Faserverbundwerkstoffen erfordern. Die Folge: Von Seiten der bayerischen Industrie wird verstärkt qualifiziertes Fachpersonal aus diesem Bereich nachgefragt.“

Die Staatliche Berufsschule Wasserburg hatte sich als Kompetenzzentrum für die Ausbildung zum „Staatlich geprüften Techniker“ geradezu angeboten, da hier sowohl das erforderliche Fachpersonal als auch die nötige Sachausstattung vorhanden sind. Denn die Staatliche Berufsschule Wasserburg am Inn ist aktuell eines von drei Kompetenzzentren für Kunststoffberufe in Bayern.

Hier wird der Ausbildungsberuf „Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik“ beschult. Die Auszubildenden kommen aus den Regierungsbezirken Oberbayern und Niederbayern sowie aus der Landeshauptstadt München. Die Zahl der Auszubildenden in diesem Bereich ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, aktuell beträgt die Gesamtzahl der Auszubildenden im Kunststoffbereich an der Berufsschule Wasserburg 583 Schüler/-innen. Stöttner hatte sich unter anderem in Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer für die Berufsschule stark gemacht und auf deren guten Voraussetzungen hingewiesen.

Auch langfristig sei die Entscheidung für den Landkreis Rosenheim von großem Wert, betonte Stöttner: „Als die Holztechnikerschule in den Landkreis Rosenheim kam, hat dies einen enormen Schub für die Holztechnik insgesamt an unserem Wirtschaftsstandort mit sich gebracht. Ähnliches erwarte ich nun für den Bereich Verbundwerkstoffe, die ja insbesondere für den Leichtbau interessant sind und damit einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Bayern bringen können. Besonders stolz bin ich, dass es uns gelungen ist, eine der 15 neuen Technikerschulen zu uns zu holen, übrigens die einzige in ganz Oberbayern.“

Pressemitteilung Büro MdL Klaus Stöttner

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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