Einstimmiger Beschluss in Schnaitsee

Neues Rathaus ist 2012 fertig

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Eine weit über 100-jährige Wirtshaustradition geht im nächsten Jahr mit dem Abbruch des "Neuwirts" zu Ende. Er wird zusammen mit dem Liebharthaus und dem alten Rathaus dem neuen Rathaus weichen.

Schnaitsee - Bei der Gemeinderatssitzung am Samstag wurde in Sachen Rathausneubau und Dorfplatzgestaltung ein Zeitplan für die Verwirklichung des Bauvorhabens aufgestellt.

Im Frühsommer 2011 werden das alte Rathaus, das Neuwirtsanwesen und das Liebharthaus dem neuen Rathaus zum Opfer fallen. Ende nächsten Jahres soll der Rohbau fertig sein und im Laufe des Jahres 2012 das neue Rathaus. Die Gemeindeverwaltung wird in der Bauzeit in den Räumen des jetzt noch bestehenden Schlecker-Marktes provisorisch untergebracht. Ab April 2011, so der Eigentümer Hans Lauber, stehen diese Räume zur Verfügung.

"Dass es jetzt so schnell geht, ist auch im Sinne der Gesamtplanung mit der Dorfplatzneugestaltung und dem Kirchenvorplatz. Da die Staatsstraße erst nach Abbruch des bestehenden Rathauses verschwenkt werden kann und danach erst die Bauarbeiten zwischen dem Gasthof "Zur Post" und dem Mesnerhaus fertig gestellt werden können, sollten diese Vorhaben schnell ausgeführt werden", so Bürgermeister Vitus Pichler. Informationsversammlungen sollen möglichst zeitnah stattfinden, Schnaitseer sollen Vorschläge und Gedanken einbringen. Der Grundriss im Großen und Ganzen steht zwar, Detailplanungen sind noch längst nicht abgeschlossen. Auch zum Umgriff der Baumaßnahme mit den Parkmöglichkeiten, der Platzgestaltung, den Wegen sollen viele Meinungen gehört werden. So ist etwa konkret der Standpunkt des markanten Maibaums ein Diskussionspunkt.

Das neue Rathaus soll nicht nur Verwaltungsgebäude, sondern auch ein kultureller Mittelpunkt in der Gemeinde mit Platz für Ausstellung von heimischen Künstlern, vom Heimatverein oder von anderen Institutionen sein. "Wir wollen auch einen Jugend- und Vereinsraum unterbringen und im attraktiven Freigelände Plätze der Begegnung schaffen", ist sich der Gemeinderat einig.

Vor der Sitzung im Rathaus unternahm der Gemeinderat zusammen mit der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Richard Hellmeier, der Behindertenbeauftragten Marianne Fraitzl und dem Ortsheimatpfleger Reinhold Schuhbeck eine Informationsfahrt. Diese führte nach Rabenden, Baumburg, Waging, Tittmonig und zu derzeit bestehenden Baustelle nach Engelsberg. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten der Pflasterungen in Augenschein genommen und die Vor- und Nachteile abgewägt. Durch das bevorzugte Kleinsteinpflaster soll die Bedeutung des Kirchenzugangs und des Eingangsbereich des Rathauses hervorgehoben werden. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass die verwendeten Materialien auch für Rollstuhlfahrer und für Kinderwagen gut befahrbar sein müssen.

Durch das Zusammenwirken aller beteiligten Institutionen wurden Lösungen gefunden, die eine breite Zustimmung fanden. "Jetzt wollen wir noch die Bürger mit einschalten, den finanziellen Rahmen für das Großprojekt schaffen und dann heißt es anpacken", zeigt sich Pichler schon sehr erfreut darüber, dass es jetzt losgeht.

ju/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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