Noch ein Tanz, diesmal virtuell

Die "Ausstellungsmacher" Thomas Rothmaier und Werner Gartner, zusammen mit den Vorständen Richard Steinbichler und Peter Schwertberger sowie "Oberkasperl" Helmut Samer von rechts).

Wasserburg - Kürzlich bekamen sie vom Landkreis den Kultursonderpreis, jetzt würdigte die Stadtsparkasse die Leistungen der Wasserburger Schäffler in einer gesonderten Fotoschau.

Am Freitagabend wurde die Ausstellung "Die Wasserburger Schäffler" im Sparkassengebäude an der Rosenheimer Straße eröffnet. Der Besucherandrang war beachtlich, das Thema der Ausstellung spricht offensichtlich für sich.

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Da tanzen und lachen sie noch mal, die Wasserburger Schäffler, gut vier Monate nach dem Faschingsdienstag, nach der eigentlichen Schäfflerzeit, die es ja bekanntlich nur alle sieben Jahre gibt. Sie tanzen auf Fotos im Großformat, abgelichtet aus raffinierten Perspektiven, und die einzelnen Porträtaufnahmen von Oberkasperl und Musikanten, von Jungschäfflern und Tänzern spiegeln die Fröhlichkeit dieser ganz besonderen Zeit noch einmal wider.

Werner Gartner, eigentlich Lehrer und Stadtrat, gleichzeitig auch "Fotograf aus Leidenschaft", hatte all diese Stimmungen mit seiner Spiegelreflexkamera eingefangen. Eigentlich nur zum Spaß. Doch daraus wurde bald "bitterer Ernst", nämlich als er kurzerhand zum offiziellen Fotografen der Schäffler bestellt wurde. Vom Oberkasperl persönlich, durch Handschlag. Und Thomas Rothmaier, selbst Schäfflertänzer und gleichzeitig auch begeisterter Fotograf, hatte schließlich die Idee: "Machen wir doch zum 100-jährigen Schäfflerjubiläum in der Stadt eine Jubiläumsfotoausstellung". Material war ja genügend vorhanden.

Von der Stadtsparkasse wurde diese Idee im Rahmen des Kulturprogramms spontan aufgegriffen und Direktor Richard Steinbichler, der bei der Eröffnung die seltene Gelegenheit nutzte, auch einmal auf dem Traditionsfass des Oberkasperls stehen zu dürfen, bezeichnete die Ausstellung als Dankeschön und Hommage an die Schäffler, die mit ihrer Leistung ein Stück einmaliger Wasserburger Kultur darstellten. Bei Kälte, Regen und Schnee hätten sie in stets vorbildlichster Weise die Erwartungen aller weit übertroffen. "Die Sparkasse ist und werde stets ein guter Freund der Schäffler bleiben", so der Vorstand.

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Und daher musste dann auch der Oberkasperl Helmut Samer aufs Fass, der wiederum die soziale Komponente der Tradition heraushob: "Der Tanz schafft und bindet Freunde, und das langfristig, und nicht nur unter Schäfflern". Insbesondere deshalb, weil sich die Stadtkapelle beim Tanz 2012 als musikalische Begleitung der Schäffler besonders positiv hervorgetan hatte und seitdem gewissermaßen als ein Teil der Traditionsgruppe angesehen wird.

Für "Schäfflerfotograf" Werner Gartner stand der Spaß im Vordergrund seiner Aktivitäten, wie er betonte. Und da war es dann auch Nebensache, dass er zig Mal auf den Stadtturm gestiegen sei, bei Tag und Nacht, um die Tänzer aus besonderen Perspektiven abzulichten. Die entstandenen Großformatbilder können gekauft werden, der Erlös kommt einem sozialen Zweck zugute.

Und "Ausstellungsinitiator" Thomas Rothmaier brachte es schließlich auf den Punkt: "Wer fotografiert, lebt zweimal".

Der Tanz 2012 wird nochmal aufgeführt, virtuell, mit den Bildern von Werner Gartner, in der Sparkasse Wasserburg, in der Rosenheimer Straße. Zu sehen während der üblichen Öffnungszeiten, bis 20. Juli.

tro/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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