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Finanzieller Sturmschaden im sechsstelligen Bereich

„Regelrechter Hotspot“ - Obinger ärgern sich über „Krisen-Touristen“

„Krisen-Tourist“ Obing nach Unwetter
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Spontan den Wagen am Wegesrand stehen lassen und das Handy zücken, um das Ausmaß des Sturms festzuhalten: Ein Tourist aus Alzey (Rheinland-Pfalz) ließ sich drei Wochen nach dem verheerendem Sturm in Obing dazu hinreißen.

Lichte Stellen, wo vorher dichter Baumbestand war: Die Wälder rund um Obing hat der Sturm Ende Juli sauber erwischt, mehrere Waldbesitzer sind schwer getroffen. Bei allem Frust, der bei den Aufräumarbeiten aufkommt, ist eines besonders ärgerlich: Die Unvernunft sogenannter „Krisen-Touristen“.

Obing - Andreas Voderhuber hat knapp die Hälfte seiner insgesamt 13 Hektar Wald verloren. Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm, der am 28. Juli in Obing tobte, laufen auf Hochtouren.

Besonders ärgerlich für den Waldbesitzer: Die Neugierde und Unvernunft seiner Mitbürger und auch Touristen, die hier im Chiemgau Urlaub machen. Denn die „Krisen-Touristen“, wie er sie nennt, stören sich kaum an Absperrbändern. Die kahlen Äste, umgestürzten Bäume und quer liegenden Wurzelballen scheinen eine wahre Attraktion zu sein - sowohl für Hiesige als auch Auswärtige.

Unwetter fegt über Obing und hinterlässt Schneise der Verwüstung

Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb

„Unglaublich, dass manche Leute ihr Hirn nicht einschalten“

Voderhuber war nach dem Sturm mit der Feuerwehr oft im Einsatz. Was er da alles sah, könne er noch immer nicht glauben: „Autofahrer mit Münchner und Ebersberger Kennzeichen - sie kamen von überall her. Und das nur, um die Sturmschäden aus nächster Nähe zu begutachten. Das war brutal.“

Besonders auffällig sei es am darauffolgenden Sonntag nach dem Unwetter gewesen. „So viele unvernünftige Menschen auf einem Haufen, das ist nicht zu glauben. Und wenn im schlimmsten Fall wirklich etwas passiert, bringen sich die Rettungskräfte ja auch in Lebensgefahr“, betont Voderhuber kopfschüttelnd. Es sei „unglaublich, dass manche Leute ihr Hirn nicht einschalten“ könnten in solchen Momenten.

Denn die Gefahr, in die man sich in den vom Unwetter gebeutelten Wäldern auch noch Wochen nach dem Sturm begibt, ist vielen allen Anschein nach gar nicht bewusst. „Das Bruchholz ist unberechenbar und kann sich auch für uns bei den Aufräumarbeiten zu einer Lebensgefahr entwickeln. Man weiß schließlich nie, in welche Richtung ein Baum plötzlich fallen kann“, mahnt Voderhuber. Es sei ohnehin „ein Wunder“, dass bisher keine Personen zu Schaden gekommen seien.

Der Weg neben der Staatstraße 2094, die von Obing nach Seeon führt, ist für Radfahrer und Fußgänger seit dem Sturm am 28. Juli gesperrt.

Betroffener Waldbesitzer: „Spaziergänger riskieren ihr Leben“

Mehrere Hektar Wald liegen rund um die Gemeinde brach, den Schaden aufzuarbeiten sei nicht in ein, zwei Wochen geschehen. Voderhuber schätzt mit bis zu zwei Monaten, die die Arbeiten noch in Anspruch nehmen werden: „In der Zeit sollten Waldwege unbedingt gemieden werden. Spaziergänger riskieren ihr Leben.“

Ins selbe Horn bläst Bürgermeister Josef Huber: „Gerade in der ersten Woche nach dem Sturm haben wir die sogenannten ‚Katastrophen-Touristen‘ massiv gespürt. Vor allem an dem stark betroffenen Waldstück am Sportplatz waren Autonummern zu lesen, von denen wir genau wussten, die wären ohne Unwetter wohl nicht nach Obing gefahren. Da entwickelte sich ein regelrechter Hotspot - es standen permanent fünf, sechs Autos am Wegesrand und auch Radlfahrer, die sich die Zerstörung fasziniert angeschaut haben.“

„Wenn etwas passiert, ist die Bestürzung natürlich groß“, unterstreicht der Bürgermeister und beruft sich auf die Gefahr instabiler Bäume. Der Schaden sei zu richten, doch wenn Personen verletzt werden, sei das eine „ganz andere Nummer“.

Der Wald gegenüber des Obinger Sportplatzes: Hier hat der Sturm besonders gewütet.

Inzwischen kann Huber eine Bilanz zu den Sturmschäden geben: Am Unwetternachmittag gab es über 90 Feuerwehreinsätze, an denen 16 Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden beteiligt waren - von umgefallenen Bäumen auf Straßen über vollgelaufene Keller bis hin zu Gebäudesicherungen.

Kosten im sechsstelligen Bereich

Im Ort selbst habe es 70 bis 100 markante Allee-Bäume umgerissen. Beschädigte Kommunikationsleitungen und entwurzelte Bäume beschäftigten in erster Linie die Bauhof-Mitarbeiter. Besonders betroffen waren die Wälder direkt am Sportplatz, umgestürzte Bäume durchbrachen auch die Zäune am Gelände. Finanziell wird sich der Schaden für die Gemeinde im sechsstelligen Bereich bewegen: Huber schätzt die reinen Kosten auf 100.000 bis 200.000 Euro. Darin inbegriffen seien auch die Kosten für den Maschinenring, der die Gemeinde tatkräftig unterstützte.

Auch wenn es noch Monate dauern werde, um die Schäden umfassend zu beheben, das Sportgelände und das Freibad seien schon wieder hergerichtet. „Die Leute dürfen gerne wieder kommen - aber bitte nicht aus Neugier bezüglich der Sturmschäden, sondern um andere Aktivitäten bei uns auszuüben“, schließt der Bürgermeister seine Erklärungen.

Am Wegesrand der Staatstraße 2094 wird das Ausmaß der Unwetterschäden ersichtlich.

mb

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