Obing am See, Zelt im Weiher

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Vom schlechten Wetter ließen sich die Obinger und ihre Gäste das Feiern nicht verderben, auch wenn zeitweise das Zelt die einzige trockene Insel war.

Obing - "Obing liegt am See, das Bierzelt im Weiher", lästerten "Da Bertl und I" bei ihrem Auftritt beim Obinger Trachtlerjubiläum. Damit trafen sie die Situation auf den Punkt: Alles lief gut, nur das Wetter spielte nicht mit.

Mit ihrem Programm "Den letzten beißt der Hund" ernteten "Da Bertl und I" tosenden Beifall und jede Menge Lacher. Von der Shopping-Tour über den Schutzengelverleih bis hin zum Zahnarztbesuch: Die beiden Rottaler Herbert Bachmaier und Stefan Wählt schafften es, in allen Szenen, Charaktere lebendig werden zu lassen, die man aus dem Alltag zu kennen glaubt.

Vergnüglich beleuchteten sie das Ausmaß und die Möglichkeiten der modernen Technik, beispielsweise mit "Online-Beichting" oder einer Gespräch in Gang bringenden "Schmaz-Box", streiften über die Erfahrungen eines Vaters beim Weltspartag bis hin zu den Erlebnissen eines Busfahrers, der von den Reisen mit einer Seniorengruppe noch die "Lippenstift-Wutzerl" in seinen Ohren hatte. Nach rund drei Stunden entließen sie ihr begeistertes Publikum natürlich nicht ohne den legendären "Facki-Rap" .

Die Festwoche des Trachtenvereins "D`Grüabinga Obing" anlässlich seines 100-jährigen Bestehens ging jetzt mit dem obligatorischen Kesselfleischessen zu Ende. Mit dem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm bewies der Trachtenverein, dass der Erhalt von Tradition und Brauchtum mit Weiterentwicklung einhergehen kann und fand damit eine gute Mischung, die auch "Nichttrachtler" begeistern konnte.

Einzig die andauernden Regenfälle der letzten Woche machten einen Strich durch die Rechnung, denn zeitweise war die Zufahrt zum Zelt nicht mehr möglich und es mussten Shuttlebusse eingesetzt werden. Das habe zusätzlich einen enormen Arbeitsaufwand erfordert, sagte der Vorsitzende Manfred Falter am Schlussabend und dankte den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz. "Dennoch sind wir mit dem Festverlauf sehr zufrieden".

Im Anschluss war nochmals Feiern angesagt, denn 14 Hoibe sorgten in gewohnter Weise für ausgelassene Stimmung im vollbesetzten Obinger Festzelt. Darunter war auch eine Gruppe amerikanischer Austauschschüler, die von der Stimmung überwältigt, "wir lieben Deutschland" jubelten und begeistert mit ihren bayrischen Freunden und den übrigen Besuchern ausgelassen auf den Bänken tanzten. Musik verbindet eben auch.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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