Schadensbehebung: Ortsdurchfahrt wird besser

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Obing - Das Straßenbauamt Traunstein hat nun zugesagt, die gröbsten Schäden an der Fahrbahndecke der Ortsdurchfahrt auszubessern und insbesondere die tiefen Spurrillen zu beseitigen.

Die Gemeindeverwaltung hatte mehrmals darauf hingewiesen, dass die Sicherheit von Radfahrern und auch Fußgängern durch große Unebenheiten beeinträchtigt sei und man den jetzigen Zustand nicht bis zum Bau der Ortsumfahrung lassen könne.

Der von der Bürgeraktion "Der Obinger Weg" initiierte Runde Tisch zu Fragen der Verkehrssicherheit für Nicht-Autofahrer mit den Behinderten- und Seniorenbeauftragten des Gemeinderates und Vertretern der Elternbeiräte von Kindergarten und Schule und der Ortsgruppe Obing des Bund Naturschutz sowie weiteren interessierten Obingern hatte sich brieflich an die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt Traunstein gewandt mit Vorschlägen für konkrete Maßnahmen, die die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern im Bereich der Bundesstraße und der Kreisstraße erhöhen könnten. Darin war unter anderem nochmals die Beseitigung der Bodenwellen durch Längsrillen im Bereich der Ortsdurchfahrt angemahnt worden.

Weitere Vorschläge waren eine Querungshilfe zwischen Parkplatz des Minigolfplatzes und Fußweg bei der Pension Seeblick mit Absenkung des Gehwegrandes sowie eine Ampelanlage auf Höhe des Getränkemarktes Winkler. Auch die Einführung einer Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer im Bereich zwischen den Abzweigungen Seeoner Straße und Ameranger Straße wurde zur Diskussion gestellt.

Bürgermeister Hans Thurner berichtete, dass all diese Vorschläge bei der Verkehrsschau mit den zuständigen Behörden abgelehnt wurden und kommentierte: "Die Bundesstraße ist eine Straße, um Verkehr zu transportieren." Gemeinderat Hans Mayer ergänzte: "Es geht nicht nur um Sicherheit, sondern auch um die Leichtigkeit des Verkehrs." Querungshilfen gebe es nur, wenn an einer besonders frequentierten Stelle zu bestimmten Zeiten 50 Fußgänger pro Stunde die Straße überquerten.

Gemeinderat Korbinian Stettwieser zeigte sich enttäuscht, dass die Sicherheit der Fußgänger und die Bedürfnisse der Anwohner in den Überlegungen der zuständigen Behörden keine Rolle spielten und wies darauf hin, dass selbst beim Bau einer Ortsumfahrung die Probleme mindestens noch fünf Jahre andauern würden. Gemeinderat und Behindertenbeauftragter Thomas Breu betonte, die Vorschläge seien kein privater Antrag von Cornelia Leupold, Sprecherin der Bürgeraktion "Der Obinger Weg", sondern würden von allen Teilnehmern des "Runden Tisches" unterstützt, zu denen unter anderem Zweiter Bürgermeister Sepp Huber gehört habe. Gemeinderätin Fanny Mayer nahm die Diskussion als Hinweis darauf, dass schon jetzt ein Konzept für die Gestaltung der Ortsdurchfahrt als innerörtliche Straße nach dem Bau der Ortsumfahrung entwickelt werden müsse.

Der "Runde Tisch" zu Verkehrsfragen hatte auch Forderungen zu den Straßen in der Verantwortung der Gemeinde gestellt. Der Gemeinderat wird sie bei der nächsten Sitzung behandeln. Vorab wurde allerdings festgestellt, dass der Gehweg vor der Zahnarztpraxis Hintz nicht komplett zugeparkt werden dürfe. Die Gemeindeverwaltung solle den Zahnarzt auffordern, entsprechende Schilder aufzustellen, war die einhellige Meinung.

Auch das Thema Ausbau der Poststraße stand auf der Tagesordnung. Hier geht es vor allem um den Bau eines Gehweges im Bereich der Grundschule. Die Gemeindeverwaltung gab zu bedenken, dass im Jahr 2011 schon der Ausbau von Schlossackerstraße, Schlossberg, Seestraße und der innerörtlichen Straßen in Honau ansteht. Man einigte sich darauf, dass zumindest die Grundstücksverhandlungen in diesem Jahr getätigt werden müssen, damit das Vorhaben 2012 tatsächlich in Angriff genommen werden kann. 2012 sollen dafür Gelder im Haushalt vorgesehen werden.

igr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser