Der Weg des Wasserburger Abwassers

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Wasserburg - Anlässlich des 25-jährigen Bestehens fand am Samstag in der Wasserburger Kläranlage ein Tag der offenen Tür statt. Viele Besucher kamen, um sich die Technik vor Ort anzusehen.

Vor rund 25 Jahren lief das Wasserburger Abwasser noch ungehindert in den Inn, bis im Jahre 1978 die Wasserburger Kläranlage, die sich im Ortsteil Odelsham befindet, errichtet wurde. Aus diesem Grund fand heute auch ein Tag der offenen Tür statt. „Es freut mich sehr, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger für den Weg des Wasserburger Abwassers interessieren“, staunte ein Mitarbeiter der Wasserburger Kläranlage, zu Beginn einer Führung über das Areal.

Tag der offenen Tür im Klärwerk

Die Rund 5000 m³ Abwasser (bei Regen bis zu 20.000 m³ - entspricht ca. 20.000 Badewannen) die täglich in der Anlage gereinigt werden, gelangen durch eine Pumpe in der Stadt auf die andere Seite vom Inn, wo Sie als erstes eine doppelte Rechenanlage durchlaufen, in der die festen Stoffe, der so genannte Rechengutanfall aus dem Wasser gesiebt werden. Davon fallen, dank neuwertiger Technologien nur noch rund 150 Tonnen pro Jahr an. Das bereits vorgereinigte Wasser geht nun in ein Becken, in dem pro Jahr rund 2000 Tonnen Schlamm dem Abwasser entzogen werden.

Nach diesen zwei mechanischen Schritten wird das Wasser biologisch gereinigt. Dazu wird in einem separaten Becken das Wasser „belüftet“. Mittels moderner Sauerstoffsonden wird in diesem Becken besonders auf die nötige Menge an Sauerstoff geachtet, durch dieses automatische Verfahren wird der Energieverbrauch gesenkt (rund ¾ der Energiekosten entfallen auf das „Belüften“).

Das Wasser, welches nun schon recht klar ist, wird im letzten Schritt von dem restlichen Schlamm gereinigt, ehe es nach einer Aufenthaltsdauer von rund 24 Stunden sauber in den Inn geleitet wird.

Besonders wichtig ist auch der Umweltschutz, neben der Reinigung des Wassers (die im Übrigen alle gesetzlichen Vorschriften erfüllt), steht auch die Minimierung des Energieverbrauchs an oberster Stelle. Dank moderner Technik kann das Gas, welches bei der Reinigung des Schlamms entsteht, in zwei Blockheizkraftwerken direkt vor Ort wieder in Energie umgewandelt werden. Der hohe Wirkungsgrad sorgt dafür, dass rund 50 % der jährlichen Energiekosten (gesamt rund 1,3 Mio. kWh), selbst erwirtschaftet werden kann.

Neben einer Hüpfburg und einem Minibagger für die Kleinen, konnte man auch einem Kanalroboter bei seiner Arbeit zusehen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, die Einnahmen wurden für einem wohltätigen Zweck gespendet.

EVOY Media UG

Quelle: rosenheim24.de

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