Ohne Verletzungen durch die Grillsaison

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Wasserburg - Es soll endlich wieder schön werden am Wochenende. Also rechtzeitig, um die Grillsaison einzuleuten. Und damit Sie unbeschadet den Grillspaß genießen können, haben die Johanniter einige nützliche Tipps zusammengestellt.

Nach den regnerischen Tagen werden am voraussichtlich sonnig-warmen Wochenende allerorts wieder die Grills angeheizt. Doch das Vergnügen ist nicht ganz ungefährlich: Jährlich verletzen sich mehrere tausend Menschen beim leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer. Das fröhliche Essen findet dann ein jähes Ende. Stichflammen oder Verpuffungen entstehen zum Beispiel, wenn ungeduldige Grill-Meister Spiritus auf die glühenden Kohlen schütten. Schwere Brandblasen ziehen sich aber auch hungrige Esser zu, die das Fleisch statt mit der Grillzange mit den Händen vom Rost nehmen oder versehentlich in die Glut greifen.

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Die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Wasserburg gibt Tipps für die Erste Hilfe bei Brandverletzungen, damit der Grillabend nicht auf der Intensivstation endet. "Als Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht oder an den Händen sofort den Rettungsdienst rufen", sagt Thomas Fuchs, Ausbildungsleiter der Johanniter in Wasserburg. Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte man auf jeden Fall professionelle Hilfe rufen.

"Kühlung ist bei Brandverletzungen wichtig, allerdings sollte man immer mit lauwarmem Wasser kühlen, auf keinen Fall mit Eis oder mit kohlensäurehaltigen Getränken wie Cola", so Thomas Fuchs. "Offene Wunden sollten schnell steril abgedeckt werden, damit sie sich nicht entzünden - zum Beispiel mit sterilem Verbandstuch aus dem PKW-Verbandskasten." Besonders Kinder sind beim Grillen gefährdet, denn aufgrund ihrer Körpergröße befindet sich der Grillrost oft in Kopfhöhe, so dass Flammen sie im Gesicht schwer verletzen können - im Ernstfall sofort die Notrufnummer 112 wählen.

Wenn die Kleidung einer Person durch Stichflammen Feuer gefangen hat, ist schnelles Handeln lebensrettend: Mit einer Decke können die Flammen erstickt werden, alternativ sollten die Helfer die betroffene Person auf dem Boden hin- und her wälzen und sie mit Wasser übergießen. Vorsicht beim Verwenden von Feuerlöschern: Die Düse darf auf keinen Fall auf das Gesicht des Verletzten gerichtet sein. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen: "Atem- und Kreislaufstörungen sind oft die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft", sagt Thomas Fuchs von den Johannitern.

Pressemeldung der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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