Planung für Schnaitsee zugestimmt

Ortsmitte nimmt Gestalt an

Vom jetzigen Schnaitseer Dorfplatz fallen das Neuwirtanwesen (links), das Liebharthaus (Mitte nach hinten versetzt) und das Rathaus (rechts) der neuen Planung zum Opfer.

Schnaitsee - Zur Ortsmitte stimmte der Gemeinderat jetzt der mit der katholischen Kirche und der Städtebauförderung abgestimmten Planung zu. Da sich auch die Linienführung und die Breite der Staatsstraße ändern sollen, wurde das Straßenbauamt hinzugezogen.

Staatsstraße ein besonderes Problem

Bürgermeister Vitus Pichler wies darauf hin, dass besonders die Staatsstraße, die mitten durch Schnaitsee führt, ein besonderes Problem sei. Ein weiterer entscheidender Aspekt beim Ortstermin sei gewesen, dass die kirchlichen Vertreter den freien Blick auf Pfarrkirche und Kirchturm haben wollten.

Gerhard Hajer vom Planungsbüro Strasser stellte bei der Sitzung die Einzelheiten vor. Vorne weg nannte er den Verzicht auf einen Fahrbahnteiler, der zwar unzweifelhaft für mehr Sicherheit für die Fußgänger sorgen, aber das Ganze aufweiten würde, anstatt wie gewollt, kompakter zu machen. Um den Verkehr zu beruhigen wird die Fahrbahn verengt, an notwendigen Stellen werden die Gehsteige verbreitert.

Hajer erläuterte auch die Planungen zur Bepflanzung. So soll ein Baumtor ebenfalls für eine Verlangsamung im Durchgangsverkehr sorgen. Gesorgt ist auch für die Sicherung der nötigen Parkplätze hinter dem geplanten Rathaus.

Im Bereich des Kirchenvorplatzes soll die Elisabethkirche frei bleiben. Die Garagen und der Containerbereich werden entfernt.

Der Zugang vom Dorfplatz zur Kirche ist offen geplant mit einem gepflasterten Übergang zum kommunalen Friedhof. Für Gehbehinderte könnten am Dorfplatz zwei Stellplätze entstehen. Ansonsten bietet der Platz Raum für öffentliche Sitzbänke, so dass ein Platz der Begegnung entstehen könnte.

In der folgenden Diskussion ging es in erster Linie um die Sicherheit der Fußgänger und dabei insbesonders um die der Schulkinder und älterer Menschen. "Eine Querungshilfe soll unbedingt angestrebt werden" forderte Günter Edlmann.

Anita Meisl erinnerte an die schon mehrmalige Forderung, den überörtlichen Schwerverkehr aus dem Dorf herauszuhalten. Thomas Schmidinger wies darauf hin, dass den Auto- und Lkw-Fahrern schon am Dorfeingang die Dorfsituation präsent gemacht werden sollte.

Franz Rieperdinger mahnte noch einmal dass Problem für ältere und gehbehinderte Mitmenschen an. "Gerade ältere Menschen besuchen öfter, auch mit dem Auto, den Kirchenbereich und müssen eine Möglichkeit des kurzen Weges finden."

Nachdem versichert wurde, dass es in all den Detailfragen noch längst nicht der endgültige Plan für die neue Ortsmitte sei, stimmt der Gemeinde ohne Gegenstimmen dem vorgelegten Vorschlag zu.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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