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Rockavaria meldet sich mit einem Paukenschlag zurück!

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Parkhaus strahlt in neuem Glanz

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Feinschliff für die Rampen: Im Zuge der Sanierung wurden die alten Gussasphaltbeläge durch Beton ersetzt. Der neue Belag erhielt einen Oberflächenschutz auf Kunstharzbasis, der in mehreren Lagen auch im Bereich der erneuerten Zufahrtsrampen aufgebracht wurde.

Wasserburg - Eine Woche müssen sich die Autofahrer noch gedulden, dann ist das Parkhaus Überfuhrstraße wieder offen.

Bis auf einige Details ist die Grundsanierung abgeschlossen. Und das Beste: Die Benutzung der 285 Parkplätze ist weiterhin kostenlos.

Wochenlang war es in der Altstadt unüberhörbar: Die Entfernung defekter Estriche und Abdichtungen mit Hochdrucklanzen im 1988 eröffneten Parkhaus Überfuhrstraße machte erheblichen Krach. Während in den ersten Monaten der im Januar begonnenen Sanierung noch ein Teil des Parkhauses geöffnet war, wurde es Mitte August dann komplett geschlossen. Die Autofahrer mussten an die Rampe oder den Gries ausweichen, der für diese Zeit gebührenfrei war.

Dafür ist nun die eigentlich noch bis 2010 geplante Sanierung fast komplett abgeschlossen, nachdem sich der Stadtrat auf Vorschlag des Bauamtes entschlossen hatte, den letzten Bauabschnitt vorzuziehen. Die gute Kassenlage machte dies möglich und vom Ablauf her war es ohnehin sinnvoller, alles auf einmal zu machen.

Der Grund für die aufwendige Gesamtsanierung war ein doppelter. Einerseits war es das Alter des Gebäudes mit den entsprechenden Abnutzungserscheinungen. Teilweise waren aber auch Mängel beim Einbau von Abdichtungen und des Gussasphaltes vor 20 Jahren schuld. Dadurch kam es zu starken Chloridbelastungen. Das bedeutet, dass Tausalze, die bei Eis und Schnee mit den Fahrzeugen unweigerlich ins Parkhaus eingeschleppt werden, zu Korrosionsprozessen im Stahlbeton führten. Zum Schluss waren diese Schäden, etwa durch die Decken tropfendes Regenwasser und angerostete Installationsleitungen, nicht zu übersehen.

Drei Bauabschnitte sollten sicherstellen, dass während der Sanierung möglichst viele Parkplätze von den Altstadtbesuchern genutzt werden können. Die Tiefgarage war dann Ende Mai fertig, das Dachgeschoss wurde in Angriff genommen. Dort wurde der gesamte alte Gussasphalt ausgebaut, chloridbelastete Deckenteile mussten erneuert werden. Der geschädigte Beton wurde mit einem Hochdruck-Wasserstrahl entfernt, teilweise zusätzlich mit Baustahl neu bewehrt und die offenen Deckenteile mit Beton geschlossen. Nachdem bei der Errichtung des Parkhauses auf eine Oberbewehrung der Decke verzichtet worden war, konnte diese im Zuge der Sanierung nun nachträglich eingebaut werden. Dadurch konnte sowohl die Deckenbelastbarkeit erhöht, als auch die sogenannte Rissbreitebeschränkung der Decken verbessert werden.

Dann wurde noch ein Teil der ursprünglich erst im kommenden Jahr vorgesehenen Arbeiten des dritten Bauabschnitts vorgezogen. Hier handelte es sich um vergleichbare Arbeiten wie im Dachgeschoss unmittelbar im Bereich der Ein- und Ausfahrt und im darüber liegenden Geschoss.

Jetzt ist das Parkhaus mit Ausnahme weniger Parkplätze ab 15. Oktober wieder nutzbar. Allenfalls wenn die Witterung das Austrocknen der Beschichtungen noch verzögern würde, könnte es etwas später werden.

Für 2010 sind noch Malerarbeiten im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss, die Erneuerung der Toilettenanlage sowie Umbauten an der Regenentwässerung vorgesehen. Das kann aber auch bei laufendem Betrieb ohne nennenswerte Sperrungen durchgeführt werden. Zur genaueren Zählung der Fahrzeuge in Verbindung mit der Frei/Besetzt-Anzeige wird schließlich an der Ein- und Ausfahrt noch eine Schrankenanlage eingebaut.

Nebenbei wurden auch die Anstriche erneuert, Markierungen wieder angebracht, die Entwässerung verbessert, die Brandschutztore und -klappen erneuert, die beiden Abluftventilatoren überholt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. "Die Sanierungsarbeiten sind somit deutlich kostengünstiger als ein Neubau mit ähnlicher Ausstattung, der etwa 4,5 bis fünf Millionen Euro gekostet hätte", so Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel.

koe/re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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