Ist Albachinger Schule gefährdet?

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Im Regen stehen die Schulen in Albaching und Pfaffing künftig, wenn die Kinderzahl sich nicht durch Zuzug noch deutlich erhöht.

Pfaffing - Das sind keine guten Aussichten für die Pfaffinger, und vor allem für die Albachinger Grundschule: Die Schülerzahlen "sind sehr, sehr stark rückläufig", erklärte Rektorin Inge Obermaier.

Bis jetzt laufen die Klassen eins bis vier mit 231 Kindern dreizügig, in fünf Jahren sollen diese Jahrgangsstufen bei 208 Schülern nur noch zweizügig ausfallen. Diese Zahlen gab es nach einer Besichtigung des Gemeinderates in der Schule, um das Ergebnis der Renovierung zu sehen. Aufgrund des knappen Zeitplanes - alles musste innerhalb der Sommerferien geschehen - gebe es noch Bedarf für "Finetuning", berichtete Bürgermeister Lorenz Ostermaier. Bald soll auch die neue Heizungsanlage in Betrieb gehen.

Weniger erfreulich waren in der nachfolgenden Diskussion die Zahlen der Geburten innerhalb der Gemeinde. Zur Verwaltungsgemeinschaft gehört Albaching mit einem eigenen Schulhaus. Demnach sind die Geburten der Jahrgänge 2007 bis heute von 23 auf 14 innerhalb von Albaching und von 41 auf 25 innerhalb von Pfaffing gesunken. Ohne Zuzug durch Baugebiete werden diese Zahlen in sechs Jahren auch die Klassen bestimmen. Das bedeutet derzeit noch, dass es in den Jahrgangsstufen eins bis vier jeweils drei Klassen gibt. Ab dem Schuljahr 2015/2016 reduziert sich das beginnend von der ersten Klasse schrittweise um eine, erklärte die Rektorin.

Die Aufteilung der Klassen regle das Schulamt, dabei gebe es einen Spielraum, bei dem auch jahrgangsübergreifende Klassen genutzt werden könnten, etwa die erste mit der zweiten und die dritte mit der vierten Klasse. Das sei kein Rückschritt, erklärte die Rektorin auf Nachfrage von Gemeinderätin Margot Gibis (ÜWGP). Man habe damit gute Erfahrungen gemacht, denn in solchen Klassen sei der Gedanke, sich gegenseitig zu helfen, stärker ausgeprägt. Zudem haben Eltern die Wahl, ob ihr Kind eine solche Klasse besucht oder nicht.

Der Geburtenrückgang sei bekanntlich ein deutschlandweites Problem, so Inge Obermaier. Man vermisse "ein Konzept, wie damit umzugehen sei".

Bei der bevorstehenden Reduzierung sei aber auch klar, dass man über die Aufrechterhaltung des Albachinger Schulhauses sprechen müsse. Das sei aber eine politische Frage, war den Räten klar. "Das wird Knatsch geben", sah Bürgermeister Lorenz Ostermaier ein Problem auf sich zu kommen. Es werde schwer möglich sein, das Albachinger Schulhaus aufrecht zu erhalten, wenn im Pfaffinger Haus Räume leerstehen, war man sich im Rat einig. Beschlossen wurde dazu nichts.

Zur Planung der neuen Turnhalle einigte sich der Gemeinderat darauf, auch im kleineren Teil der Halle eine Geräteausstattung zu ermöglichen. Das muss jetzt bei der Statik berücksichtigt werden, weil manche Geräte im Boden zu verankern sind.

kg

Quelle: rosenheim24.de

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