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Herzlich wurde Pfarrer Josef Huber begrüßt
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Pfaffing - Priester müssen stets mit einer Versetzung in eine neue Pfarrei rechnen. Auch für Josef Huber stand kürzlich ein Umzug an. Er ist ab sofort Pfarrer in den Pfarreien Pfaffing und Albaching.

Über den herzlichen Empfang durch die Pfarrgemeinde Pfaffing hat er sich sehr gefreut. Der 2001 zum Priester geweihte Josef Huber studierte von 1993 bis 1999 Theologie.

Eigentlich hätte er den elterlichen Bauernhof übernehmen sollen. Doch der älteste Sohn unter fünf Kindern hat sich anders entschieden. Wenn auch als Spätberufener, aber dennoch aus Überzeugung, ist er Priester geworden.

Nach dem Studium machte er einen Pastoralkurs. Seine Zeit als Kaplan absolvierte Huber zunächst drei Jahre in St. Nikolaus in Bad Reichenhall. Nachfolgend wurde er in Velden an der Vils eingesetzt. Der große Pfarrverband in Niederbayern existiert bereits 41 Jahre. Ebenso „alt“ ist auch Pfarrer Huber.

Nach neun interessanten Jahren hat der Diözesanleiter ihm nun die Stelle in Pfaffing und Albaching angeboten. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe hier und bin begeistert von der Offenheit der Leute“, so Huber nach seinem Installationsgottesdienst in der Pfaffinger Kirche.

Zeit zur Vorbereitung gehabt

Fast 1 Jahr hat er sich auf den Wechsel einstellen können. Er ist erleichtert, dass es ein gelungener Start wurde.

Die vielen netten Worte und Gesten, jede Kleinigkeit hat er mit viel Freude zur Kenntnis genommen und möchte sich nochmals bei allen für den schönen Empfang bedanken. „Ich habe mich von Anfang an nicht allein hier gefühlt“, erzählt Huber. „Vieles hat mir das Gefühl gegeben, dass sich die Leute freuen, dass ich hier bin“. Dies tue der Seele gut, gibt der neue Pfarrer zu. „Mir wurde beim Bett aufbauen geholfen, eine gestaltete Kerze, Blumen und ein selbstgebackener Kuchen überreicht.

Am Tag des Begrüßungsgottesdiensts waren Zäune und Häuser geschmückt. Die Leute hier im Ort sind äußerst nett und hilfsbereit“.

Pfaffing und Albaching teilen sich Huber

Neben Pfaffing ist Josef Huber auch noch für die Pfarrei Albaching zuständig. Ebenfalls mit einem Gottesdienst wurde er hier gerne empfangen und in den Alltag der Pfarrei aufgenommen. Wohnen wird Pfarrer Huber jedoch im Pfarrhaus Pfaffing.

Wohlwollend hat er bemerkt, dass die Pfaffinger freundliche Leute sind. „Beim Martinszug war ich ja eigentlich noch ein Fremder, aber die Menschen haben mich auch hier schon ganz selbstverständlich in die Runde mitaufgenommen. Das ist schön“. Bereits in der zweiten Stunde des Religionsunterrichts in der dritten Jahrgangsstufe hat er ein gemaltes Bild von einer Schülerin überreicht bekommen. Als Einstandsgeschenk, sozusagen.

Kirche platzte aus allen Nähten

Der Gottesdienst zur Begrüßung des neuen Pfarrers war räumlich fast nicht zu schaffen. 570 Kirchgänger wollten dabei sein, wenn Huber seine erste Messe in der neuen Heimat leitete. „Wir sind sehr froh, dass wir einen so herzlichen Menschen als neuen Pfarrer bekommen durften“, zeigten sich einige aus dem Pfarrgemeinderat erfreut. Auch beim anschließenden Festzug wurde es ein großes Miteinander. Alle ortsansässigen Vereine waren mit dabei.

Neubeginn mit großer Offenheit

„Jedem Anfang liegt der Zauber inne, der uns schützt und der uns hält“. Dieser Spruch gefällt Josef Huber sehr. Und wird im Alltag gerade zu seinem Motto.

Viel Altbewährtes gilt es beizubehalten. Manches kann gemeinsam erneuert werden. Besonderen Wert lege er auf den Rat der Mitmenschen und natürlich der Pfarrgemeinderäte. Nur gemeinsam könne viel bewegt und erreicht werden, hieß es im Gespräch.

Er ist gern Pfarrer und nutzt seine Zeit gern für die jeweilige Pfarrgemeinde. Wenn er wirklich einmal frei hat, dann genießt er einfach mal die kurze Ruhe. Auch der Austausch mit anderen Geistlichen sei ihm ein Anliegen.

Ein bayrischer Pfarrer

Geboren ist Huber übrigens in Miesbach, aufgewachsen in Ried bei Weyarn. Er ist ein Pfarrer, der sich gerne auf die Mischung aus moderner Struktur und Tradition einlässt, wie es scheint. Sehr bemerkenswert: Zum Religionsunterricht in die Schule fährt er mit dem Radl.

Und ein kleines Geheimnis hat Josef Huber zum Schluss des Interviews mit wasserburg24 auch noch verraten: Neben dem Bergwandern hat er auch die Musik sehr gern. Er kann Zither spielen. Vielleicht macht er dies ja auch mal öffentlich in Pfaffing oder Albaching.

Neuer Pfarrer für Pfaffing 

Quelle: rosenheim24.de

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