Pfaffinger sind zufriedener

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Pfaffing - Schon dreimal hat die UBG Pfaffing die Bürger nach ihren Einschätzungen und Wünschen gefragt. Das aktuelle Ergebnis wurde jetzt vorgestellt.

Erstmalig wurde der Fragebogen 1995 an die Haushalte der Gemeinde ausgegeben, die letzte Befragung fand vor zehn Jahren statt. Auch die aktuelle Ausgabe erfreute sich wieder einer regen Beteiligung und lag mit einer Rücklaufquote von gut zwölf Prozent deutlich über dem Durchschnitt für schriftliche Befragungen.

Besonders stark vertreten waren dabei die Bürger aus Pfaffing, Forsting und Springlbach, in den restlichen Ortschaften fiel die Teilnahme geringer aus.

Die Fragestellungen drehten sich dabei um die Lebens- und Wohnqualität, den Informationsstand der Bevölkerung, das Freizeitangebot sowie die Zufriedenheit der Bürger mit den politischen Gremien und dem Bürgermeister.

So zeigte sich zum Beispiel bei der Meinung über das Ortsbild in den einzelnen Gemeindeteilen ein sehr durchwachsenes Bild. Benoteten die Pfaffinger ihren Ort mit der Schulnote 2,6, so brachte es Forsting gerade auf eine 3,9. Während in Forsting eine allgemeine Verschönerung und Aufbesserung des Ortsbildes gewünscht war, war in Pfaffing vor allem der Marktplatz Stein des Anstoßes. Als "Betonwüste", "Marktplatz ohne Flair" und "Edelparkplatz" wurde er von verschiedenen Befragten bezeichnet.

Statt Verbotsschildern wünschte man sich jedoch eine ansprechendere Gestaltung mit Pflanztrögen, Holzbänken und Skulpturen, um die Autofahrer darauf aufmerksam zu machen, dass dies keine Parkfläche sei.

In Forsting wurden von den Bürgern die mangelnden Einkaufsmöglichkeiten sowie die hohe Lärm- und Abgasbelästigung beklagt.

Positiv entwickelten sich nach Ansicht der Bürger hingegen die Freizeitangebote in der Gemeinde. So bewerteten 42 Prozent das Angebot für Erwachsene als gut.

Eine deutliche Verbesserung zeigte sich im Bereich der Angebote für Kinder. Beurteilten 1995 gerade einmal acht Prozent der Pfaffinger die Möglichkeiten als gut, gaben bei der aktuellen Befragung 34 Prozent diese Wertung ab. Probleme gäbe es weiterhin mit den Angeboten für Jugendliche, hier blieb die Beurteilung mit gerade mal zufriedenen 13 Prozent deutlich hinter den anderen Altersgruppe zurück.

Gute Noten gab es auch für die Gemeindeverwaltung und die Politik. So gaben nur noch 36 Prozent an, sich nicht über politische Ziele informiert zu fühlen, bei der ersten Befragung waren es noch beinahe doppelt so viele Bürger. Auch der Service der Verwaltung wurde größtenteils sehr positiv gesehen und mit Bürgermeister Lorenz Ostermaier zeigten sich die Befragten zufrieden. Als Informationsquelle spielt mit nur vier Prozent die Internetpräsenz weiter eine abgeschlagene Rolle.

Interessantes ergab sich auch in Hinsicht auf die Nutzung des Wertstoffhofes. So gaben noch immerhin zehn Prozent der Befragten an, diesen überhaupt nicht zu nutzen. Als Gründe hierfür wurden unpraktische Öffnungszeiten, umständliche Kunststofftrennung und unhöfliches Personal genannt.

In der allgemeinen Befragung äußerten die Bürger wiederholt die Wünsche nach Verschönerung des Ortes sowie einer Nachtfahrsperre für Lkws über 7,5 Tonnen für Pfaffing-Ort, außerdem das Vorantreiben des DSL-Anschlusses.

"Wir haben erneut eine aussagekräftige Befragung zusammengestellt, nun muss beratschlagt werden, wie wir und der Gemeinderat mit den Wünschen, Wertungen und Anregungen umgehen", fasste Heinz Günther das Ergebnis am Ende der Präsentation zusammen.

os/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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