Politik zu Gast in der Agentur für Arbeit

+
Jeweils von links nach rechts: hintere Reihe: Klaus Barthel, Dr. Daniel Volk, Harald Neubauer und Barbara Fendt vordere Reihe: Angelika Graf, Maria Noichl, Annemarie Biechl und Daniela Ludwig.

Rosenheim - Der Leiter der Agentur für Arbeit, Harald Neubauer, lud viele wichtige Persönlichkeiten der Politik zu einem Arbeitsmarktgespräch ein.

Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit, hatte die Bundesministerinnen, sowie die Bundestags- und Landtagsabgeordneten, deren Wahlkreis in den Agenturbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen) reicht, zu einem Arbeitsmarktgespräch geladen. Vielfältige Themen, die sowohl die Bundes- wie die Landespolitik betreffen und damit Auswirkungen auf die Region haben, standen auf der Tagesordnung.

Der Einladung gerne gefolgt sind die drei Mitglieder des Bundestages Klaus Barthel, Angelika Graf und Daniela Ludwig. Ebenfalls mit dabei waren die Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl und Maria Noichl, Klaus Stöttner wurde vertreten durch seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Magister Barbara Fendt. Im Auftrag von Bundesministerin Leutheusser-Schnarrenberger nahm Dr. Daniel Volk an dem Gespräch teil, Bundesministerin Aigner hatte leider einen anderen Termin.

Sehr erfreut waren alle Gesprächsteilnehmer über die – nach wie vor – sehr gute Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Neubauer dazu: „Es ist uns wiederum gelungen, fast allen Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren (die genauen Zahlen werden am 7. November bekannt gegeben), eine berufliche Perspektive zu geben.“

Die Vertreter der Politik waren sich einig, dass es - trotz der guten Arbeitsmarktlage - schwierig ist, alle Betroffenen dauerhaft in Ausbildung oder Beschäftigung zu bringen, da viele Kunden der Arbeitsagenturen und Jobcenter schwierige Startpositionen haben und somit vom Fachkräftebedarf kaum profitieren.

Viel Gesprächsstoff und Diskussionsbedarf gab es zur geplanten Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Dabei wurden insbesondere die geänderten Anspruchsvoraussetzungen im Hinblick auf die Gewährung des Gründungszuschusses bei einer Existenzgründung beleuchtet.

Neubauer zeigte die Ist-Situation für Rosenheim auf. Bis Ende September wurden über 17 Millionen Euro an Gründungszuschuss ausgegeben. Damit wurden fast 1 000 Personen bei ihrer Selbständigmachung unterstützt.

Die geförderten Geschäftsideen waren ganz unterschiedlich. An vorderster Front stehen, beziehungsweise standen Existenzgründungen rund um das Gesundheitswesen, gefolgt von Handel und Vertrieb. Ebenfalls nachgefragt wurden von den Bundestags- und Landtagsabgeordneten die möglichen Auswirkungen bei den geplanten Änderungen zu den so genannten „Arbeitsgelegenheiten“ für Hartz IV-Empfänger.

Da der Bundesrat am 14.10.2011 den Vermittlungsausschuss angerufen hat, wird sich deshalb das Inkrafttreten des Gesetzes verzögern.

Am Schluss waren sich alle einig, dass diese Form des direkten Informationsaustausches zwischen Arbeitsagentur und Politik enorm wichtig ist und dass beide Seiten davon profitieren.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser