"Potenzial für eine Gewerbeschau"

Wasserburg - Kürzer, kompakter, kostenlos: So lässt sich die Nachfolgeveranstaltung der Präsenta, die Gewerbeschau Wasserburg, auf den Punkt bringen.

Neuer Termin, neues Konzept, neuer wirtschaftlicher Träger: Die erste Informationsveranstaltung für interessierte Aussteller im Hotel Fletzinger zeigte, dass es dem Wirtschaftsförderungsverband (WFV) ernst ist mit dem angekündigten neuen Weg für die Präsentation der regionalen Betriebe und Firmen. "Wir wollen die Traditionsveranstaltung mit einem neuen Konzept wiederbeleben", charakterisierte Zweiter Vorstand Christoph Klobeck die Bemühungen.

Wie berichtet, hatte die Präsenta, vor über 25 Jahren als kleine Regionalmesse in der Badriahalle gegründet, im vergangenen Jahr unter einer nicht zufriedenstellenden Besucherresonanz gelitten - ein Trend, der sich schon länger abgezeichnet hatte. Von der Messe Wasserburg ging die Präsentation nun an die Firma Gewerbe-Ausstellungen Rebhan-Hentschel (Garh) aus Erding über.

Sie taufte die Messe in "Gewerbeschau Wasserburg" um, verkürzte die Ausstellungszeit auf zwei Tage und verlegte den Termin auf das letzte Sommerferienwochenende am 11. und 12. September. Die Firmen und Betriebe verteilen sich nicht länger auf Großzelte, sondern ziehen in die Tennishalle des Sportzentrums Fit & Fun und den danebenliegenden Festplatz um, erläuterte Ralf Hentschel. Über Wege werden sie in Zukunft zu den Ständen geführt.

Wichtigste Neuerung für die Besucher: Der Eintritt ist nun frei - ebenso das Parken. Keine Gebühren werden auch für ein Kinderland erhoben. Es stellt jedoch den einzigen großen Unterhaltungsbereich dar. Zwar kommt in der Gewerbeschau auch die Verköstigung nicht zu kurz, doch ein aufwändiges Rahmenprogramm wie bei der Präsenta wird es nicht mehr geben. Stattdessen stehen die Informationen über Firmen und ihre Produkte, Dienstleistungen sowie Serviceangebote im Vordergrund. Auch die Regionalität soll wieder verstärkt im Fokus stehen: Einheimische Firmen aus einem Radius von 25 Kilometern werden bevorzugt angenommen, hieß es.

Bis zu 93 Ausstellungsflächen sind in der Halle, bis zu 48 in der Freifläche zu vergeben, wobei die Größen flexibel buchbar sind, teilten die Veranstalter mit. Sie stellen nach eigenen Angaben die Wände und die Technik zur Verfügung, verlegen den Messeteppich, sodass die Aussteller nur noch "kommen, einziehen und dekorieren" müssen. Ein Reihenstand mit einer Größe von neun Quadratmetern soll inklusive Strom und Werbungskosten etwa 576 Euro kosten, ein Stand in der Freifläche mit einer Größe von 20 Quadratmetern 487 Euro (ohne Mehrwertsteuer) kosten.

Die Firma Garh aus Erding war dem Wirtschafts-Förderungs-Verband als ideellem Träger von der Stadt Ebersberg empfohlen worden. Sie veranstaltet seit neun Jahren Messen in Kommunen in einer Größe zwischen 10 000 und 20000 Einwohner. "Auch Wasserburg hat das Potenzial für eine solche Gewerbeschau", zeigte sich Hentschel bei der Präsentation des Konzeptes überzeugt.

Die Firmenvertreter, die zur Infoveranstaltung gekommen waren, reagierten mehrheitlich wohlwollend auf die neuen Konzepte, obwohl es auch kritische Stimmen zum Termin am letzten Sommerferienwochenende und zu einigen Vertragsdetails gab. Stattfinden kann die Gewerbeschau außerden nur, wenn sich ausreichend Aussteller anmelden. Dass dies gelingen wird, davon sind Hentschel und Rebhan zu "99,9 Prozent" überzeugt. duc

Quelle: rosenheim24.de

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