"Leben erforschen – Zukunft gestalten"

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BIOTechnikum Aussenansicht

Prien/Bad Aibling - Die Initiantive "BIOTechnikum" möchte Schüler für die Forschung im Bereich Biotechnologie begeistern. Die Aktion kommt im Oktober auch in der Landkreis Rosenheim.

Können „künstliche Bauchspeicheldrüsen“ eines Tages den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern messen und regulieren? Werden wir schon bald Energie gewinnen, indem wir die Photosynthese der Pflanzen nachahmen? Können Abfälle in Zukunft biotechnologisch recycelt und als Dünger verwendet werden? Mehr über Chancen und Perspektiven der Biotechnologie erfahren Schülerinnen, Schüler und die Öffentlichkeit von der Initiative „BIOTechnikum". Leben erforschen – Zukunft gestalten“.

Die Informations- und Bildungskampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist am Montag und Dienstag, 8. und 9. Oktober, zu Gast am Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien. Am Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Oktober, macht sie am Gymnasium Bad Aibling Station. Vor Ort können sich die Besucherinnen und Besucher in der mobilen Erlebniswelt BIOTechnikum über die Forschung in der modernen Biotechnologie in Deutschland, deren Ergebnisse und Berufsfelder informieren und ungewöhnliche Einblicke in eine faszinierende Technologie gewinnen

Praktika und Rundgänge für Schüler, „Offene Tür“ und Vortrag für alle

BIOTechnikum Aussenansicht

An beiden Tour-Stationen haben Schülerinnen und Schüler im Labor des zweistöckigen Roadshowfahrzeugs Gelegenheit, sich selbst als Forscher zu betätigen. Im Labor der mobilen Erlebniswelt widmen sie sich in biotechnologischen Praktika dem Erbmaterial DNA, technischen Verfahren sowie der Bedeutung von Proteinen in der Biotechnologie. Mithilfe der projektbegleitenden Wissenschaftler isolieren die Jugendlichen unter anderem DNA aus Mundschleimhautzellen, bestimmen mithilfe des sogenannten ELISA-Verfahrens die Virenlast fiktiver Patienten, bauen mit Halbleiterschichten sowie Hibiskustee eine funktionierende Solarzelle oder widmen sich den ersten Schritten der Käseherstellung im Labor. Mehr über Grundlagen, Forschungs- und Anwendungsfelder der Biotechnologie erfahren die Nachwuchswissenschaftler bei geführten Ausstellungsrundgängen durch das BIOTechnikum

Doch nicht nur für Schüler, auch für die breite Öffentlichkeit hält die Initiative „BIOTechnikum“ Wissenschaft zum Anfassen bereit. Am Montag können sich Interessierte von 16 bis 18 Uhr in Prien und am Mittwoch von 17 bis 19 Uhr in Bad Aibling mit den Wissenschaftlern austauschen und in die Welt der Biotechnologie eintauchen. Zudem erfahren alle Wissbegierigen am Mittwoch von 19 bis 19.45 Uhr bei einem Vortrag in der Aula des Gymnasiums Bad Aibling mehr über die beruflichen Perspektiven in der Branche.

Auf mehr als hundert Quadratmetern ist der Truck Labor, multimediale Ausstellung, Kino und Dialogforum zugleich. Im Mittelpunkt steht dabei der Zusammenhang von biotechnologischer Forschung und der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Wie entsteht ein Medikament? Warum steckt Biotechnologie in Stonewashed-Jeans? Antworten unter anderem darauf gibt ein Rundgang durch das Roadshowfahrzeug. Dabei kann jeder ganz individuell die Schlüsseltechnologie kennenlernen: Themendisplays bieten Basiswissen und prägnante Beispiele; an Multimedia-Terminals lassen sich vertiefende Informationen, Experimentieranleitungen oder ein Biotech-Quiz abrufen. Greifbar wird die biotechnologische Forschung dank über 40 interaktiven Exponaten. Spielerisch verdeutlichen sie unter anderem, in welchen Produkten aus unserem Alltag Biotechnologie steckt, wie anhand von Erbgutschnipseln Krankheiten diagnostiziert werden können oder warum das grün fluoreszierende Protein (GFP) als Leuchtmarker biologische Vorgänge in Zellen sichtbar macht. Ein weiterer Teil der Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise ins Innere einer menschlichen Zelle: Mit dem Multimedia-Lernspiel „Bodymover“ erforschen sie deren Bestandteile und steuern dabei die Orientierung in der Zelle mit der eigenen Körperbewegung

Wer seinen Weg im Obergeschoss fortsetzt, erhält Einblicke ins Leben, wie sie sonst nur Wissenschaftler haben. Denn die Präsentation „Kunstwerke des Lebens“ zeigt auf einem Großbildschirm mikroskopische Aufnahmen von Mikroorganismen und Biomolekülen: schöne Schimmelpilze oder Immunzellen bei der Arbeit. Einen Eindruck von der Bandbreite biotechnologischer Forschung und Anwendung vermittelt das Biotech-Kino mit Filmen zu verschiedenen Aspekten der Biotechnologie. Gleich ob zu Forschungsfeldern, Karrierechancen oder Sicherheit – die Gäste sind stets eingeladen, Fragen zu stellen und mit den projektbegleitenden Wissenschaftlern in Dialog zu treten.

Pressemeldung Bundesministerium Bildung und Forschung

Quelle: rosenheim24.de

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