500 Quadratmeter Dach für Fahrgäste

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Größenvergleich mit Kleinlaster: Mehrere dieser Stahlträger hintereinander werden für die Fahrgastüberdachung am neuen Busbahnhof gebraucht.

Wasserburg - Bündelweise liegen die riesigen Stahlträger auf dem Hof der Firma Hutterer. Dass daraus einmal die Überdachung des neuen Busbahnhofes werden soll, erfordert ein wenig Phantasie.

Der Busbahnhof bei Nacht, so wie ihn Architekt Peter Immich geplant hat. Grafik Immich

Der Busbahnhof selber ist trotz Baustelle leichter zu erkennen.

Drei Busbahnsteige von je 42 Metern Länge gilt es es zu überdachen. Architekt Peter Immich entwarf dafür eine Stahl/Holzkonstruktion. Die Stützen und Streben sind aus Stahl, die hölzernen Dächer bekommen eine zusätzliche Blechabdeckung.

Hinzu kommt noch der Windschutz, eine Glas/Stahlkonstruktion. Stahlbänke für die Wartenden werden aufgestellt, Schaukästen für die Fahrpläne angebracht.

Stützen für die Überdachung, paarweise angeordnet auf 42 Metern Länge.

Alles in allem ein Vorhaben, das laut Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel mehr als 335000 Euro kostet. Was den Stadtbaumeister freut: Die Ausschreibung gewann mit Hutterer ein einheimischer Betrieb. Dort ist die Freude ebenso groß. Natürlich sei es ein großer Auftrag, so Leo Hutterer, aber die Größenordnung sei nicht so außergewöhnlich. "So einen Auftrag in der Heimatstadt zu bekommen, das macht es besonders schön", strahlt der Seniorchef der Metall- und Stahlbaufirma.

34 Tonnen Stahl verbaut die Firma Hutterer für den Fahrgastschutz - so heißen Überdachung und Windschutz offiziell - am Busbahnhof. Die Stahlkonstruktion wird 4,50 Meter hoch und 7,25 Meter breit. Über 500 Quadratmeter Dachfläche werden dann noch mit Alublech eingedeckt.

Erster Schritt bei der Firma Hutterer: Den Plan des Architekten im Technikbüro in eine "Arbeitsanweisung" für die Mitarbeiter umzusetzen. Welches Rohr, welcher Träger wird wie lang wie oft gebraucht? Was muss wie geschnitten oder gefräst werden? Was wie geschweißt? All das geschieht auf dem Firmengelände in der Tegernau, von dort gehen die Einzelteile in die Verzinkerei - erster Teil des Korrosionsschutzes. Zwei Grundanstriche folgen und dann die Deckbeschichtung.

Die allerdings wird die Firma Hutterer nicht nach dem Plan des Architekten ausführen. Peter Immich wurde überstimmt, sein Grau abgelehnt. Und welche Farbe wird's dann im Oktober? Leo Hutterer grinst: "Wasserburger Rot."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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