Kripo Rosenheim zum aktuellen Ermittlungstand

„Schmähbriefe“ gegen Ramerberger Bürgermeister - der erfährt eine Welle der Solidarität

Schmähbrief an einer Windschutzscheibe
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Schmähschriften gegen den Bürgermeister - wie diese an der Windschutzscheibe eines Autos - kursierten zuletzt in der kleinen Gemeinde Ramerberg.

Ramerberg - Sie sind absichtlich kindisch und dümmlich verfasst, gesteckt voll mit Beleidigungen und Verleumdungen - seit Monaten kursieren in dem kleinen Dorf „Schmähbriefe“ gegen den Bürgermeister und seine Stellvertreter. Die Kripo Rosenheim hat die Ermittlungen aufgenommen während das Gemeindeoberhaupt überwiegend positiven Zuspruch von den Bürgern erfährt.

Neue Schreiben, die sich gegen den Bürgermeister und seine Stellvertreter richten, sind seither nicht aufgetaucht. Reithmeier aber habe auf die bisherigen Schmähbriefe hin und weil die Polizei an die Öffentlichkeit gegangen ist, viel Rückmeldung und Unterstützung von den Leuten bekommen - eine Art Welle der Solidarität. „Das hat mich wirklich sehr gefreut und daran erkennt man auch, dass die Leute hinter einem stehen“, unterstreicht der Bürgermeister im Gespräch mit wasserburg24.de.


Gleichzeitig aber betont er: „Die paar, die konsequent gegen uns arbeiten, die werden nie ganz aufhören - aber mei, es ist eben so. Man kann nicht mit jedermann gut Freund sein.“ Reithmeier empfindet die Stimmung im Dorf als „durchaus positiv“ - es sei keineswegs so, als könne von „zerrütteten Verhältnissen in Ramerberg“ die Rede sein.


„Die Inhalte der bisherigen in Umlauf gebrachten Briefe richten sich ja grundsätzlich nur gegen mich und meine beiden Stellvertreter persönlich mit teils üblen Verleumdungen und Beleidigungen.“ Konkrete Inhalte aus Themen im Gemeinderat wie der Obersendlinger Weg, die Trinkwasserproblematik oder die geplante Verlegung des Sportplatzes würden in den Schreiben keine Rolle spielen, unterstreicht der Bürgermeister.

Kripo Rosenheim in engem Austausch mit der Staatsanwaltschaft

Der Fall „Schmähbriefe“ liegt in den Händen der Kripo Rosenheim, wie Carolin Englert, Pressesprecherin am Polizeipräsidium Oberbayern-Süd, gegenüber wasserburg24.de bestätigt: „Die Kollegen der Kriminalpolizei versuchen herauszufinden, wer hinter diesen Briefen steckt. Daher werden derzeit viele Befragungen und Vernehmungen durchgeführt, Spuren ausgewertet und Beweise gesammelt.“

Konkrete Verdachtsfälle aber würden aktuell nicht vorliegen. Die Kripo befindet sich in engem Austausch mit der Staatsanwaltschaft, die am Ende über mögliche Strafmaße bezüglich Beleidigung oder Verleumdung entscheiden wird.“

Bürgermeister hofft auf ein Ende der Schmähschriften in Ramerberg

Infos zum Fall oder Zeugenhinweise nimmt aber ebenso die Polizeiinspektion Wasserburg entgegen. Auch Bürgermeister Manfred Reithmeier selbst wird im kommenden Jahr ab Januar eine Belohnung aussetzen, wie er bekräftigt.

Er hofft, dass die Ermittlungen der Polizei erfolgreich verlaufen, dem Ganzen bald ein Ende gesetzt wird und endlich wieder Ruhe im Ort einkehren kann. „Das wäre wirklich super, wenn damit Schluss wäre oder jemand erwischt werden würde. Die ganze Sache ärgert mich einfach.

mb

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