Gemeinderat beschließt Zuschuss

Hoffnung auf eine umfangreiche Renovierung der Kirche in Ramerberg

Ramerberg - Der Gemeinderat von Ramerberg beschließt einstimmig einen Zuschuss über 100.000 Euro für für die Renovierung der Kirche St. Leonhard.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


In der jüngsten Sitzung behandelte der Gemeinderat Ramerberg einen Zuschussantrag der Kath. Kirchenstiftung St. Leonhard aus Ramerberg. Als Vertreter der Kirchenstiftung stellte Christian Staber (Verwaltungsleiter) die Möglichkeit vor, dass die örtliche Kuratiekirche St. Leonhard, nach langer Wartezeit nun doch eine umfangreiche Renovierung erfahren könnte. Der Verwaltungsleiter machte allerdings klar, dass die Maßnahme noch nicht abschließend genehmigt ist. Ein solider Finanzierungsplan mit einem Zuschuss der politischen Gemeinde sei aber Grundvoraussetzung und ein sehr gutes Signal für die Entscheidungsgremien des Erzbischöflichen Ordinariats in München, so Staber.

In der Kirche solle eine umfangreiche Außen- und Innenrenovierung für ca. 4,54 Mio. Euro erfolgen. Darin enthalten sind u.a. wichtige Brandschutzmaßnahmen, eine naturnahe Gestaltung der Außen- und Parkflächen, sowie der Bau einer Heizzentrale mit regenerativen Energieträgern. Bürgermeister Reithmeier stellte in der Sitzung klar, dass es ein riesen Gewinn für das ganze Dorf wäre, wenn die Renovierung wirklich in diesem Ausmaß umgesetzt werden würde.


Die barocke Ausstattung mit ihren hochklassigen Altären ist in einem sichtbar schlechten Zustand und macht ebenso wie der stark verschmutzte Kirchturm jedem Betrachter klar, dass Renovierungsarbeiten überfällig sind. In der Zwischenzeit machen aber auch statische Probleme am Dachstuhl, die bisher nur notdürftig in Angriff genommen wurden, dem Gotteshaus zu schaffen. 

In den letzten Jahrzehnten wurden mehrfach Versuche unternommen das Gotteshaus einer umfangreichen Renovierung zu unterziehen. Ein Grund für die lange Verzögerung des Projekts lag u.a. an den ungeklärten Verantwortlichkeiten zwischen Staat und Kirche begründet. Das Gebäude unterliegt einer sogenannten Staatsbaulast und müsste somit von der öffentlichen Hand erhalten werden. Der Innenraum fällt in die Zuständigkeit der örtlichen Kirchenstiftung St. Leonhard und damit unter die Aufsicht des Erzbischöflichen Ordinariats in München. Derartige Konstrukte sind Nachwirkungen der Säkularisation von 1803 und oft nicht im Detail geklärt bzw. nicht mehr nachvollziehbar. Es gestaltet sich also schwierig herauszufinden, welche konkreten Kostenanteile der Staat, das Ordinariat und die Kirchenstiftung zu tragen haben. Außerdem gab es durchaus Diskussionsbedarf hinsichtlich des Umfangs der Maßnahme.

Von staatlicher Seite wurde jüngst signalisiert, dass 49,5% von Gesamtkosten übernommen werden könnten. Zusammen mit den Zuschüssen der politischen Gemeinde Ramerberg und den großzügigen Spenden der Gläubigen, die über viele Jahre mühsam gesammelt und sorgsam verwaltet wurden, ist die Kirchenstiftung vor Ort in der Lage 600.000 Euro für die Gesamtrenovierung der Kirche bereitzustellen. Die verbleibenden knapp 1,7 Mio. Euro werden im besten Fall durch das Ordinariat übernommen. Dekan Klaus Vogl und Kirchenpfleger Thomas Reininger nahmen ebenfalls an der Sitzung Teil und bedankten sich recht herzlich für parteiübergreifende Unterstützung. Nach so vielen Jahren wäre die Renovierung ein deutliches Zeichen für die Wertschätzung der kleinen und ländlich geprägten Gemeinden so Pfarrer Vogl, der auch an die vielen verstorbenen Ramerberger erinnerte, denen die Kirchenrenovierung ein echtes Herzensthema gewesen ist. Es bleibt die gute Hoffnung, dass alles positiv beschieden wird und im nächsten Jahr die Arbeiten an der Kirche St. Leonhard beginnen können.

Pressemeldung von Christian S. Staber

Rubriklistenbild: © Margit Röder

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