Wegen B15-Sperre bis Mitte Mai bei Attel

Rasende "Schleichweg"-Fahrer: Ärger für Anlieger in Sendling 

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Viele Autofahrer suchen sich "Schleichwege", wie hier in Sendling, um die offizielle Umleitungsstrecke der B15-Sperrung zu umgehen. 
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Ramerberg - Wegen Baumaßnahmen zur Renovierung des Straßenbelags ist die B15 bis Mitte Mai gesperrt. Ein Ärgernis für Anwohner in Sendling, denn viele Autofahrer suchen sich jetzt eigene Wege, um die Sperrung zu umgehen. 

Eine besorgte Anwohnerin aus dem Ramerberger Ortsteil Sendling hat sich via Facebook bei uns gemeldet. Seit Montag, 16. April, ist die B15 im Bereich zwischen Attel und Katzbach komplett gesperrt. Und schon am ersten Tag der vierwöchigen Sperrung führen die Umstände offensichtlich zu Unmut bei den direkt betroffenen Bürgern

Obwohl die offizielle Umleitungsstrecke beschildert ist und östlich vom Inn entlang führt, suchen sich wohl viele Autofahrer "eigene Schleichwege". So hat es die Anwohnerin bereits am ersten Montagmorgen wiederholt beobachtet: "Leider fahren viele Autofahrer irgendwelche 'Schleichwege' und dann fehlen Beschilderungen. Die Straße führt nur durchs Dorf zur B15, die aktuell gesperrt ist und sich daher für die Fahrer als Sackgasse entpuppt. Ständig fahren oder rasen viele Irrläufer in überhöhter Geschwindigkeit an unseren Wohnhäusern und dem Schulweg vieler Schüler vorbei." 

Am Ende der Sackgasse werde dann gewendet und das Ganze in die andere Richtung wiederholt. Der "Schleichweg" sei laut der Anwohnerin ein "unbefestigter Feldweg". Sie sorge sich in erster Linie um die Sicherheit der Kinder, die an der Straße entlang beispielsweise zum Bus gehen. 

Polizei: Kontrollen müssten erst genehmigt werden 

Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Wasserburg, Polizeihauptkommissar Richard Gottwald, hat Verständnis, dass die Anwohner genervt sind, erklärt aber auch: "Ärger durch Schleichwege-Fahrer lässt sich wohl in der Zeit der Sperrung nicht ganz vermeiden." 

Blitzer aufstellen oder Kontrollen durchführen könne man laut Gottwald "so schnell ebenfalls nicht, der Standort müsst zuerst als Gefahrenstelle eingestuft werden und die Unfallhäufigkeit in dem Bereich gegeben sein." Zudem müssten Kontrollen erst genehmigt werden. 

Gemeinde: "Uns sind leider die Hände gebunden" 

Das Rotter Amt für Sicherheit und Ordnung ist der Meinung, dass sich die Situation innerhalb der kommenden vier Wochen entspannen werde. Ein Mitarbeiter erklärt: "Die Sperrung geht seit Montagmorgen, 8 Uhr - freilich müssen sich die Autofahrer erst auf die Umstände einstellen. Der offizielle Umleitungsplan funktioniert und die entsprechenden Schilder stehen. Fahren die Leute nicht nach dieser Beschilderung, sind uns leider die Hände gebunden." 

Handlungsbedarf sowohl von der Gemeinde als auch von polizeilicher Seite aus gebe es also nur, wenn die Autofahrer einen Privatweg oder eine Straße, die ausschließlich nur für Anlieger ausgezeichnet sei, befahren würden. Da es sich bei dem "Schleichweg" jedoch um eine öffentliche Straße handelt, könne man nichts tun. 

mb

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