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Bisherige Kosten bei 87.000 Euro

Ramerberger Fußballplatz-Streit geht weiter: Hilft ein Mediator?

Wo kicken die Ramerberger Fußballer in Zukunft? Die Diskussion reißt nicht ab.Huber
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Wo kicken die Ramerberger Fußballer in Zukunft? Die Diskussion reißt nicht ab.Huber

Der Ramerberger Gemeinderat kommt einfach nicht los vom Thema Fußballplatz in Zellerreit. Auch in der aktuellen Gemeinderatssitzung nicht. Wie ein Schatten hing der Streitpunkt über der gesamten Sitzung.

Ramerberg – Gleich beim ersten Tagesordnungspunkt, der Suche nach einem neuen Gemeinderatsmitglied, schwang das Thema im Hintergrund mit. Wie berichtet, hatte Johann Scherfler (NRL/FWG) entnervt vom Sportplatzstreit und von der Art und Weise „wie der Ramerberger Bürgermeister und seine Mehrheitsfraktion UWR mit dem SV Ramerberg umspringen“, sein Mandat niedergelegt.

Verwirrung um Ausladung von Johann Scherfler

Doch der Rücktritt an sich war nicht Thema der folgenden Diskussion, viel mehr ging es um die Umstände. „Wie war das denn jetzt mit Ausladung und Einladung?“, fragte Andreas Ullmann (NRL/FWG) und spielte damit auf die Aussagen Scherflers an, er habe vor der Sitzung im Mai eine „rechtswidrige Ausladung“ erhalten.

Eine Angabe, die Bürgermeister Manfred Reithmeier (UWR) zumindest zum Teil bestritt. Zwar habe es eine Ausladung gegeben, doch diese sei mit entsprechender Entschuldigung zurückgezogen worden. Scherfler hätte Zeit genug gehabt, zur Sitzung zu erscheinen, davon sei er überzeugt, so Reithmeier.

Bernd Stawiarski rückt nach

„Wie kommt dann die Aussage zustande, dass er teilnehmen darf, aber nicht abstimmen?“, fragte Konrad Fuchs (NRL/FWG). Er habe gehört, dass Scherfler dies mitgeteilt worden sei und er deshalb nicht zur Mai-Sitzung erschienen war. „Und das hatte große Konsequenzen für uns“, stellte Fuchs fest, denn der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wähler Gemeinschaft Ramerberg hatte nur eine Stimme gefehlt, um die in der Mai-Sitzung diskutierte Bauleitplanung in der Reichlsiedlung zu verhindern.

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Reithmeier bestritt, dass er behauptet habe, Scherfler dürfe nicht abstimmen. Der Zurückgetretene selbst konnte dies weder bestätigen noch anfechten, er war der Amtsübergabe ferngeblieben.

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Wie sich in der Sitzung herausstellte, gestaltete sich aber nicht nur die Aufgabe von Scherflers Mandat, sondern auch die Suche nach einem Nachfolger schwierig. Gleich drei Listennachrücker hatten schon im Vorfeld abgelehnt. Erst der Vierte, Bernd Stawiarski (NRL/FWG), ließ sich, mit der Zustimmung des Rates, vereidigen.

87.000 Euro bisher in Zellereit investiert

Doch damit war das Thema Zellerreit nicht vom Tisch. Bei Tagesordnungspunkt sieben holte die Thematik die Ratsmitglieder wieder ein. Dieses mal ging es um die bisherigen Kosten, die die Bauleitplanung für den geplatzten Standort bereits verursacht hatte.

Kritik: Anwaltskosten seien zu hoch

Kämmerer Helmut Helfer stellte sie vor: Etwa 87.000 Euro hat die Gemeinde seit Beginn der Planungen im Jahr 2018 ausgegeben, 25.000 davon gingen an das Planungsbüro SAK und die Rechtsanwälte Labbé und Partner, die zur Beratung hinzugezogen worden waren. „Und das findest du einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Geldern?“, fragte Petra Hözele (NRL/FWG) Reithmeier . Die Anwaltskosten seien zum Einen viel zu hoch, zum Anderen seien die vorgenommenen juristischen Beratungen nicht in die Entscheidung eingeflossen.

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Auch Stawiarski erschienen die Anwaltskosten ungewöhnlich hoch. Bürgermeister Reithmeier und Kämmerer Helfer boten an, die Kosten bis zur nächsten Sitzung weiter aufzuschlüsseln und genauer vorzustellen. Damit war der Tagesordnungspunkt beendet, jedoch nicht die Debatte.

Unter Bekanntmachungen und Anfragen kam die Frage nach dem weiteren Umgang mit dem Thema Fußballplatz erneut auf. Konrad Fuchs (NRL/FWG) schlug eine Bürgerbeteiligung vor, um den Willen der Ramerberger herauszufinden.

Weiterer Umgang mit Sportverein sorgt für Diskussion

Für Diskussionen sorgte auch der Umgang mit dem Sportverein selbst. Wie Reithmeier erklärte, war dieser auf zwei Gesprächsangebote nicht eingegangen. Ob es nicht möglich wäre, einen anderen Gemeindevertreter zum SV zu schicken, fragte Stawiarski, schließlich sei der Fortbestand des Kontakts sehr wichtig und „es kann doch nicht sein, dass wir zur Lachnummer des ganzen Landkreises werden.“.

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Contra Sportplatzverlegung nach Zellereit: „Der Standort ist nicht alternativlos“

Fabian Tretter (UWR) fand jedoch: „Der Bürgermeister vertritt die Gemeinde.“ Das sei eine Tatsache und damit müsse sich auch der Sportverein abfinden. Fuchs erklärte jedoch, dass er beim Bürgermeister „keinen Willen zur Befriedung sehe.“ Reithmeier selbst schlug vor, einen Mediator für den Gemeinderat kommen zu lassen. „Damit wir hier mal wieder etwas Ruhe rein bringen.“

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