Ton- und Lehmabbau in Schwarzöd?

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Die Lehmgrube in Schwarzöd erscheint wie ein idyllisches Biotop.

Ramerberg - Sollen in der Lehmgrube in Schwarzöd weiter Ton und Lehm abgebaut werden? Für die abgelaufene Abbaugenehmigung liegt jetzt ein neuer Antrag vor.

Vom Gemeinderat im Rahmen einer Sondersitzung behandelt wurde der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung der Firma Zosseder zum Ton- und Lehmabbau in der Lehmgrube in Schwarzöd. Die vom Landratsamt Rosenheim auf drei Jahre befristete Abbaugenehmigung ist bereits vor einem Jahr abgelaufen.

Der Betreiber beantragte nun erneut die Genehmigung für dieses Grundstück. Dabei soll zusätzlich zur bestehenden Lehmgrube das Gelände für den künftigen Abbau und die Wiederverfüllung um knapp einen Hektar erweitert werden. Geplant ist ein weiterer Abbau von rund 50.000 Kubikmeter Lehm und einem Gesamtauffüllvolumen von etwa 246.000 Kubikmeter.

Nach einem vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim erstellten Gutachten darf künftig kein Gleisschotter zum Auffüllen verwendet werden. Auch der vom Betreiber produzierte und bisher in der Lehmgrube abgelagerte Bohrschlamm muss künftig ordnungsgemäß entsorgt werden. Das beim Verfüllen auftretende Wasser muss in einem dafür errichteten Absetzbecken gereinigt und anschließend dem Katzbach als Vorfluter zugeführt werden. Außerdem wurden zur Überprüfung der Bodenschichten Probebohrungen durchgeführt.

Nach einer langen Diskussion wurde die Beschlussfassung zurückgestellt. Nach einstimmiger Meinung und von mehreren Gemeinderäten offen ausgesprochenem Misstrauen gegenüber den nicht kontrollierbaren Vorschriften, müssen vorher noch viele offene Fragen mit der Bauabteilung des Landratsamtes geklärt werden.

prj/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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