Ramsauer lässt Tunnellösung prüfen

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Unternehmer Anton Meggle, MdB Daniela Ludwig und Bundesminister Dr. Peter Ramsauer (von links) in Wasserburg-Reitmehring.

Wasserburg - Bei einem Ortstermin erklärte Bundesminister Dr. Ramsauer, dass die Reitmehringer Bürger weiter auf eine gute Lösung in Sachen B304-Bahnübergang hoffen dürfen:

Das sagte Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl nach der Ortsbegehung, bei der sich Kölbl mit Ramsauer das geplante Straßenbauprojekt am Bahnübergang angesehen hatte.

Interview mit Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl:

O-Ton

Geplant ist ein Bahnübergang mit einem angeschlossenen Tunnel um den Verkehr unter Reitmehring weiter verlaufen zu lassen. Der Tunnel wurde allerdings wegen der Kosten vom Bundesrechnungshof in Frage gestellt. Die Sache liegt derzeit zur Genehmigung beim Bundesverkehrsministerium vor, weshalb Ramsauer sich die Situation vor Ort gestern ansah.

Der Tunnel sei laut Kölbl allerdings sehr wichtig, um Anwohner vom Durchgangsverkehr von rund 18.000 Autos am Tag zu entlasten.

Quelle: Radio Charivari

Pressemeldung von Daniela Ludwig:

Die Bevölkerung in der Region Wasserburg und die Firma Meggle dürfen weiter auf eine gute Lösung der Verkehrsprobleme an der B 304 im Wasserburger Stadtteil Reitmehring hoffen. Bei einem von MdB Daniela Ludwig organisierten, kurzfristigen Ortstermin in der Firma Meggle versprach Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, sein Ministerium werde die gewünschte Lösung mit einer Überführung über die Bahnlinie und einem anschließenden, 130 Meter kurzen Tunnel durch den Ort noch einmal prüfen. Mit dabei waren bei dem Gespräch neben Unternehmer Anton Meggle auch Landrat Josef Neiderhell und der Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl.

„Wir sind uns vor Ort alle einig, dass es hier eine nachhaltige Lösung geben muss“, sagte Daniela Ludwig. „Die Planung der Straßenbauverwaltung mit der Überführung über die Bahnlinie und dem anschließenden Tunnel ist die richtige Lösung. Alles andere verlegt den Stau nur von der Bahnlinie weg einige Meter weiter in die Ortschaft hinein.“ Der Stellvertretende Baudirektor im Staatlichen Bauamt Rosenheim, Claus-Peter Olk, stellte die Pläne mit einem Investitionsvolumen von rund 18 Millionen Euro noch einmal vor. Unstrittig ist, dass der Bahnübergang, der mit den Schranken täglich Staus verursacht, durch die Überführung beseitigt wird. Die Straßenbauverwaltung will nach der Überführung die B304 innerhalb der Ortsdurchfahrt tiefer legen und mit einem Kurztunnel den Einmündungsbereich der Firma Meggle unterqueren.

Gegen diesen Tunnel hat nun der Bundesrechnungshof Einwände. Er stimmt der Bahnüberführung zu, will danach aber die Straße oberirdisch weiterführen und mit einer verkehrsabhängigen Signalanlage den Verkehr regeln. Das würde das Gesamtvorhaben um 10 Millionen Euro billiger machen und wäre nach Ansicht der Rechnungsprüfer deshalb weitaus wirtschaftlicher. Ein weiterer Punkt ist eine Grundwasserwanne, die in der Planung noch nicht enthalten ist, bei der Tunnellösung aber benötigt wird. Sie kostet weitere 1,9 Millionen Euro.

Unternehmer Anton Meggle und Daniela Ludwig verwiesen auf die große Bedeutung und die Verkehrsbelastung der Bundesstraße 304. „Täglich fahren hier zwischen 17.000 und 18.000 Fahrzeuge, davon 2.000 Laster“, sagte Ludwig. „Eine

verkehrsabhängige Ampelregelung bringt deshalb nur neue Staus einige hundert Meter weiter als bisher.“ Meggle erklärte, dass sein Unternehmen noch expandieren wird. Gegenwärtig verlassen 300 LKW pro Tag die Firma, in 10 bis 12 Jahren sollen es 500 sein. Dazu kommt, dass die Bahn 2013 den Stundentakt einführen wird. Das dürfte die Situation vor dem Bahnübergang noch einmal verschärfen.

Auch Claus-Peter Olk vom Straßenbauamt und Bürgermeister Michael Kölbl wünschen sich die Tunnellösung, um langfristig eine gute Verkehrslösung zu schaffen.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zeigte Verständnis für die Bedenken der örtlichen Unternehmen und Politiker gegen die günstigere Lösung des Bundesrechnungshofes. „Wir müssen uns schon fragen, ob wir uns wegen 10 Millionen Euro auf jahrelangen Ärger einlassen wollen. Außerdem bin ich ein Verfechter von nachhaltigen Lösungen.“ Der Dialog mit dem Bundesrechnungshof sei nicht abgeschlossen, so Ramsauer. „Die Entscheidung über dieses Vorhaben ist noch nicht gefallen. Wir brauchen aber plausible Gründe, um die teurere Lösung durchzusetzen.“

Daniela Ludwig ist zuversichtlich, dass der Minister bei dem Gespräch gute Argumente mit auf den Weg bekommen hat. „Auch das Staatliche Bauamt favorisiert unsere Wunsch-Lösung mit dem Tunnel, die Politiker ziehen mit der Bevölkerung an einem Strang. Wir dürfen hier nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit schauen, sondern müssen uns um eine nachhaltige und langfristige Lösung bemühen.“

Pressemeldung Daniela Ludwig, MdB

Quelle: rosenheim24.de

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