Sturm "Andrea": Rosenheim kam glimpflich davon

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Im westlichen Landkreis kam es zu mehreren Sturmeinsätzen. Hier drohte in Feldkirchen Gefahr durch einen Masten...

Rosenheim/Landkreis - Ein Kran wackelte bedenklich und zahlreiche Bäume knickten. Doch insgesamt kamen Stadt und Landkreis beim Sturmtief "Andrea" glimpflich davon.

Die Auswirkungen des Orkantiefs hätten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Grenzen gehalten, teilte die Rosenheimer Einsatzzentrale am Freitag mit. Hauptsächlich wurden Bäume oder Äste gemeldet, die vom Wind auf Straßen geweht wurden. Größere Sach- oder gar Personenschäden wurden bis gestern Abend nicht festgestellt.

Lesen Sie auch:

Zahlreiche Einsätze wegen "Andrea"

Orkantief "Andrea": Weniger Schäden als befürchtet

In zwei Fällen stießen Autos gegen Bäume, wobei jeweils nur leichter Schaden entstand. Verletzt wurde dabei niemand. Bei Feldkirchen-Westerham wurden am Donnerstag gegen 7.55 Uhr die Oberleitungen der Bahnstrecke Rosenheim-Holzkirchen beschädigt. Gegen 8 Uhr teilten Autofahrer einen umgestürzten Strommasten bei Soyen mit. Wegen auf die Straße ragenden Stromkabeln musste diese Verbindungsstraße gesperrt werden.

Am Nachmittag erreichte das Sturmtief auch den Inspektionsbereich der Polizei Bad Aibling. Um 15 Uhr kam es nach Notrufen gleich zu mehreren Einsätzen. Ein großer Ast lag am Aschbacher Berg und wurde durch die Feuerwehr entfernt.

So wütete Sturmtief "Andrea" in Bayern

So wütet Orkantief "Andrea" in Bayern

...und wenige Kilometer entfernt musste die Feuerwehr in Westerham ausrücken, um an der Stocksporthalle Schlimmeres zu verhindern.

Am Marienplatz in Bad Aibling drohte ein Kran umzustürzen, weil die Halterung nicht gelöst war. Mit einem lauten Krachen brach diese, sodass der Kran sich mit dem Wind endlich drehen konnte. Feuerwehr und Polizei Bad Aibling mussten den Marienplatz etwa eine Stunde lang sperren, um einen Ring um den Gefahrenbereich um den Kran zu machen und um den Bauzaun wieder von der Straße zu bekommen, den der Wind umgeblasen hatte.

Eine Anwohnerin in Bruckmühl meinte, ihr Zaun sei mutwillig beschädigt worden. Am "Tatort" wurde aber festgestellt, dass der morsche Zaun dem Sturm zum Opfer gefallen war.

Um 15.20 Uhr hieß es dann, dass am Kellerberg in Bad Aibling das Dach eines baufälligen Hauses herunterzustürzen drohte. Das Dach wackelte bedenklich, konnte aber durch die Feuerwehr nicht gesichert werden. Der naheliegende Kindergarten wurde abgesperrt.

Diverse Bauzäune im Dienstbereich des Polizeipräsidiums wurden auf die Straße geweht und mussten wieder aufgestellt oder zur Seite geschoben werden. In Sindlhausen (Gemeinde Tuntenhausen) stürzte gegen 15.50 Uhr ein Baum auf die Straße, der von der Feuerwehr entfernt wurde. Zur selben Zeit fielen gleich mehrere Bäume zwischen Heiming und Tattenhausen auf die Fahrbahn. Auch hier musste die Feuerwehr ran.

So wütete Sturmtief "Andrea" in Deutschland

So wütet Sturmtief "Andrea" in Deutschland

Bilder aus dem Raum Haag: Ein geknickter Baum im Haager Stiftungswald und eine Stromleitung, die nach dem Sturm mit einem Kreuz wieder in Position gebracht wurde.

Auch im Raum Haag wurden zahlreiche Bäume geknickt oder entwurzelt. In Haag selbst kam es in vereinzelten Straßenzügen zu einem 20-minütigen Stromausfall - vermutlich weil überirdische Leitungen in der Maria-Ward-Straße aneinander geraten waren. Sie wurden vorübergehend mit einem Kreuz wieder in Position gebracht.

Am Dreikönigstag sorgten die letzten Ausläufer des Sturmtiefs mit Schnee und Wind vor allem im Raum Traunstein/Berchtesgadener Land für schwierigste Verhältnisse auf der Autobahn A8. Lkw blieben an Steigungen hängen, es kam zu kleineren Verkehrsunfällen.

Zu längeren Staus kam es auch auf den Autobahnabschnitten im Raum Rosenheim. Ein Unfall zwischen Inntaldreieck und der Ausfahrt Bad Aibling sorgte am Freitagnachmittag dafür, dass auf der A8 in Fahrtrichtung München zwischen Achenmühle und Irschenberg kaum noch etwas voranging. Auf der Inntalautobahn A93 vermeldete die Verkehrspolizei Rosenheim am Dreikönigstag wegen der Bettenwechsel und Skitouristen von der Landesgrenze bis zum Inntaldreieck "zähfließenden bis stehenden Verkehr".

Ein weiteres Problem: das Lkw-Fahrverbot in Österreich. Die Lkw-Parkplätze auf bayerischer Seite waren auf der A93 gestern derart überfüllt, dass die Raststätte Inntal West von der Polizei wegen des Andrangs zeitweise für Lkw gesperrt werden musste.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser