In der Region für die Region

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Die Wickeltorte soll in das Guinnessbuch der Weltrekorde. Die Bürgermeister der InnHügelLand-Gemeinden schnitten die Torte mit einem Durchmesser von 1,40 Metern an.

Ramsau - Im gelungenen Theaterabend gipfelte das Miteinander des InnHügellands am Sonntag. Die Theatergruppen der sechs InnHügelland-Gemeinden zeigten ihre Vielfalt und begeisterten das Publikum.

Vom Wettermachen der Reichertsheimer Spieler, dem köstlichen literarischen Quartett der Theaterbühne Au, der besinnlichen Pantomime der Wohngemeinschaften Ramsau, der guten Nachbarschaft der Kirchdorfer, dem Rentnerurlaub im Innhügelland des Grüntaler Theatervereins bis zum Einakter "Der Firmling" von Karl Valentin, gespielt von der Stoabacher Laienbühne aus Aschau, reichte das Repertoire.

Beim literarischen Quartett hörte es sich an als spräche Marcel Reich-Ranicki. Hier reichte dem Vertreter des Innhügellands der Lokalteil der Zeitung als Literatur ausreichend, denn diese fördere den Zusammenhalt, etwa wenn zu lesen sei, wann der Ausflug des Müttervereins ist.

So leise wie bei der Pantomime von drei Betreuten und zwei Mitarbeiterinnen der WG Ramsau war es wohl selten in einem Zelt mit hunderten von Besuchern und die roten Luftballons und roten Rosen erzielten ihre Wirkung.

Die Grüntaler trafen zum Thema Heim@liebe die Spitze auf den Knopf und bezeichneten Ramsau als Vorort der Firma Bisquolm, die für ihre schriftliche Korrespondenz mit der Bürgermeisterin ganze Container hernehme. Sie müssten sich besonders gern haben, denn mit so großen Buchstaben mache man sich einen Heiratsantrag. Oder sie erinnerten, wie sich früher der SV Reichertsheim und die SG Ramsau im Fußball um den letzten Platz stritten. Jetzt arbeiteten sie zusammen, seien in die nächste Liga aufgestiegen, so dass bereits ein Antrag auf einen Hubschrauberlandeplatz für die zu erwartende Prominenz gestellt worden sei.

Zwischen den Einaktern spielte die Ramsauer Blaskapelle und Altbürgermeister Matthäus Huber moderierte den Abend.

Großes Wetterglück hatte die Dult am Sonntag" etwa 5000 Besucher kamen zum großen Gelände mit vielfältigsten Angeboten.

Schon der Open-Air-Gottesdienst auf der Klosterwiese war so gut besucht wie nie zuvor ein Gottesdienst an diesem Platz. Pfarrer Franz Seisenberger, der den Gottesdienst mit Pfarrer Lipp zelebrierte, stellte den Bezug zur Dult her, denn in der Region gebe es für die Region jeden Sonntag den Gottesdienst. "Wer etwas auf sich nimmt, wird beschenkt", so Seisenberger. Der Ramsauer Rhythmuschor umrahmte den Gottesdienst musikalisch.

Die Attraktion am Sonntag war die Wickeltorte, mit einem Durchmesser von 1,40 Metern die größte, die jemals von Femina-Mitarbeiterinnen zusammengebaut wurde und in das Guinnessbuch der Rekorde kommen soll. 190 Biskuitböden wurden verarbeitet, 60 Liter Sahne, 80 Kilo Quark und 25 Kilo Zucker. Die Bürgermeisterkollegen der Innhügellandgemeinden durften die Torte anschneiden und die Tortenstücke wurden für einen guten Zweck im IHLand verkauft.

Beim Seilziehen der Feuerwehren im Innhügelland gewann nach dem Einsatz aller Kräfte die Feuerwehr Aschau und erhielt zusammen mit einem Fass Bier einen Pokal, gestiftet und übergeben von Staatssekretär Dr. Marcel Huber. Den zweiten Platz erreichte die Feuerwehr Ramsau, den dritten Reichertsheim.

An beiden Dulttagen zeigte eine Ausstellung die Werke regionaler Künstler in der Aula der Grundschule. An beiden Nachmittagen gab es je acht Vorträge mit Referenten aus dem IHLand mit Themen über gesunde Füße, über Kinder und die neuen Medien, Umgang mit dem Internet für Jugendliche und Eltern, Prävention durch vollwertige Ernährung, Geomantie und gesunden Schlaf, über Arzneien unserer Erde und Verwendung, Rauchkräuter und ihre Verwendung, über die Tracht bis zu Heimat in der Biografiearbeit reichte das Angebot, das auch gut genutzt wurde.

Ebenfalls an beiden Tagen wurde ein Fußballturnier auf dem DFB-Kleinfeldplatz ausgetragen. Am Samstag spielten die D-Junioren mit einem Alter von neun bis zehn Jahren, wobei die Mannschaft aus Gars gewann. Bei den elf- und zwölfjährigen D-Junioren am Sonntag siegte ebenfalls Gars, denn sie gewannen souverän alle Spiele. Den zweiten Platz erreichte Unterreith/Grünthal, den dritten Ramsau vor Kirchdorf, Jettenbach und Reichertsheim. Bei der Siegerehrung überreichte Bürgermeister Haslberger aus Kirchdorf die Pokale.

Für Kinder war außerdem viel geboten, von der Strohburg bis zur Boulderwand an der Schule. Die Erzieherinnen des Kindergartens Reichertsheim beschäftigten die Kinder die ganzen Tage unter anderem durch Weben mit Naturmaterialien. Ein Gamer Challenge, einen Gitarrewettbewerb, Dart spielen und Kartenhäuser bauen bot das Bürgernetzwerk Isen-Inn-Vils-Salzach mit einem Preisgeld von 200 Euro an. Lena Buchner gewann 100 Euro, Johannes Haslberger 70 Euro, Pauline Zeiler 30 Euro und für Alex Baumgartner gab es einen Sportkoffer.

Zum stimmungsvollen Abschluss am frühen Abend fanden sich noch viele Innhügellandler auf dem Gelände zum Abendlob mit den Kirchenchören der Umgebung. Am Dultfeuer stärkten sich alle mit einer Suppe, die von den Gastwirtinnen aus Tiefenstätt ausgeteilt und spendiert wurde, um das Motto des Miteinander und Füreinander zu verdeutlichen.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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