Gemeinde Reichertsheim und Telekom schließen Vertrag für Ausbau Glasfasernetz in Ramsau ab

Reif für das schnelle Internet

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Wer in der markierten Fläche des Gemeindegebietes wohnt, kann innerhalb eines Jahres einen schnellen Internetzugang über die Telefonleitung bekommen.

Reichertsheim - Die Gemeinde ist mit ihrem Internetanschluss einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Bürgermeisterin Annemarie Haslberger unterzeichnete jetzt einen Vertrag mit der Telekom.

Der Förderbescheid ist da, jetzt unterzeichnete Bürgermeisterin Annemarie Haslberger einen Vertrag mit der Telekom, um den Gemeindeteil Ramsau an das Glasfasernetz anzuschließen. Voraussichtlich im Spätherbst beginnen die Arbeiten und innerhalb eines Jahres, so ist die Auskunft der Telekom, soll der Anschluss verfügbar sein.

Klaus Scholz, technischer Projektleiter des Ausbaus der Telekom, und Bürgermeisterin Annemarie Haslberger bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus.

Noch immer ist die Herausforderung, den größeren Ortsteilen in der Gemeinde Reichertsheim einen schnellen Internetzugang zu ermöglichen, nicht bewältigt. Jetzt drängt die Zeit, denn nur noch bis Ende des Jahres gibt es den 70-prozentigen Zuschuss. Nun gibt es zumindest für Ramsau mit seinen über 150 Haushalten einen Durchbruch. Mit Gesamtkosten von rund 50000 Euro installiert die Telekom nahe der Kirche einen sogenannten Netzknotenpunkt mit Stromanschluss, ein Glasfaser- und ein Kupfernetz, und sie verlegt im Ort 260 Meter Glasfaserkabel. Im Umkreis von etwa fünf Kilometern zur Kirche können Anschließer eine Geschwindigkeit bis zu 16 000 Kilobit in der Sekunde erwarten.

Für die Telekom ist der Ausbau ländlicher Regionen teuer. Mindestens 50000 Euro kostet sie ein Kilometer Glasfaserkabel inklusive Tiefbauarbeiten, um eineinhalb Kilometer wächst das Netz je Stunde.

Die hohen Kosten sind genau der Punkt für die restliche Gemeinde. Man könnte, so Breitbandpate Johannes Kern, den Tiefbau selbst übernehmen, müsse das nicht der Telekom überlassen. Konkret heißt das Aufgraben und Leerrohre verlegen. Der Anschluss könnte von Ramsau, Schönbrunn oder Gars erfolgen.

Weil die Zuschussrichtlinien aber einen "erhöhten Bedarf" verlangen, wird der noch in den nächsten zwei Wochen ermittelt. Vor allem Firmen sind dabei gefragt, so Kern. Im Anschluss daran hofft man auf ein passendes Angebot der Telekom, um rechtzeitig noch heuer den Förderantrag stellen zu können.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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