Bahnübergang Reitmehring: Wann kommt die Erlösung?

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Steckt das Großprojekt in einer Zeitschiene? Ende Oktober könnte immerhin das Planfeststellungsverfahren eingereicht werden. Wann gebaut wird, bleibt offen.
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Wasserburg - Es gleicht einer unendlichen Geschichte. Das dringende Anliegen von Lokalpolitikern und Bürgern zieht den allgemeinen Weg der Bürokratie. Wann kommt die Entlastung am Bahnübergang in Reitmehring?

Stau am Bahnübergang, immer wieder eine geschlossene Schranke, große Belastungen für Autofahrer und Bürger aus Reitmehring.

Fest steht: Die Entlastung durch den geplanten Tunnel und dem Wegfall des bestehenden beschrankten Bahnübergangs wird herbeigesehnt. Nachgefragt beim Straßenbauamt heißt es von Christian Reichl: "Im Oktober oder November 2015 soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden", so Reichl gegenüber wasserburg24.de.

Aktuell werde an den Unterlagen gearbeitet, beispielsweie ökologische Gegebenheiten und Grunderwerbspläne seien zusammenzutragen. Das 21 Millionen teure Großprojekt steckt in der "Zeitschiene" fest, bis es zu einer tatsächlichen Realisierung komme, könnte noch viel Zeit verstreichen, betont Reichl. Je länger das Projekt liege, desto teurer könnte es auch werden.

Das Planfeststellungsverfahren werde bestimmt mindestens ein Jahr dauern, vermutet Reichl. "Es wird öffentlich ausgelegt, es könnte Einsprüche geben, Klagen müssten abgewartet werden, außerdem weiteres abgewogen werden und natürlich durch die Regierung von Oberbayern der Erörterungstermin vollzogen werden", so Reichl auf Nachfrage.

Die nächste Stufe

Es sei nicht absehbar, wann man Baurecht haben werde oder nicht. "Wenn alles perfekt läuft. kann es sein, dass man in ein bis eineinhalb Jahren Baurecht haben wird, wenn es nicht gut läuft, kann es sein, dass ein Beschluss erst in fünf oder sechs Jahren bestandskräftig wird", erklärt Reichl weiter.

"Best case" wäre ein Baurecht in zwei Jahren, also vermutlich Ende 2017 / Anfang 2018.

"Worst case" wäre 15 bis 20 Jahre, für den Fall, dass es durch sämtliche Gerichtsinstanzen gehen müsste.

Der Bahnbetrieb dürfte übrigens ohne besondere Einschränkungen während der Bauphase laufen.

Der bestehende beschrankte Bahnübergang soll zukünftig durch ein ca. 50 m südlich zu errichtendes Brückenbauwerk ersetzt werden.

Die B 304 Richtung Wasserburg verläuft anschließend in einem Tunnel-Trog-Bauwerk (Gesamtlänge ca. 350 m, Tunnellänge ca. 130 m) zwischen der Meggle und der Bürgermeister-Schmid-Straße. Am westlichen Tunnelportal wird oberirdisch ein Kreisverkehr geplant, der die westlichen Parallelrampen von / zur B 304, die Meggle Straße und den Zettlweg verknüpft.

Von hier aus führt eine neue innerörtliche Verbindungstraße (z.T auf der Tunneldecke) ans östliche Tunnelportal zum neuen Brückenbauwerk der Bürgermeister-Schmid- Straße und den östlichen Parallelrampen zur / von der B 304.

Der Verkehr auf der Hauptfahrbahn der B304 von München zur B 15 Richtung Rosenheim wird mit einer Direktrampe angeschlossen.

Quelle: rosenheim24.de

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