Am Rekordtag über 3700 Wiesngäste

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Die "Isentaler Hexen" spielten im Festzelt in Haag. und die Herbstfestgäste standen bald auf den Tischen.

Haag - "Rundum zufrieden" ist Herbstfest-Hauptorganisator Bernd Furch zur Wiesn-Halbzeit. Rekordtag war der Samstag mit rund 2500 Leuten im Unertlzelt und 1200 Jugendlichen in der Party-Arena.

"Das Fest könnte sich auf der Basis gut entwickeln", vermutete Bürgermeister Hermann Dumbs am Eröffnungstag noch etwas zögerlich. Nach den ersten Tagen sprechen die Zahlen für sich: Das Hauptzelt war jeden Tag gefüllt, bester Tag war der Samstag mit 2500 Gästen drinnen und im Biergarten draußen. Herbert Zeilinger zählte in seiner Party-Arena am gleichen Tag 1200 Jugendliche. Da seien alle "total friedlich" gewesen "bis auf einen Deppen".

Fotostrecke: Die Isartaler Hexen

Isartaler Hexen beim Haager Herbstfest

"Wir können gar nicht alle Reservierungen annehmen", sagt Bernd Furch. Frei verfügbar sind im Hauptzelt 200 Plätze, alle anderen sind in der Regel reserviert. Er freut sich sehr, dass die Haager mit Umgebung das Fest so akzeptieren. "Überwältigende Zusprüche" erfahre er tagtäglich. Sein Hauptziel, ein gemütliches Fest auf die Füße zu stellen, sei gelungen. Die einzige Enttäuschung habe ihm bereitet, dass die Hauptattraktion, ein "Break-dance-Karussell", kurzfristig abgesagt worden sei.

Stimmung pur: Die Herbstfestgäste standen bald auf den Tischen.

Aushängeschild der "neuen Wiesn" ist das Festzelt. Seit Februar werkten die Hobbyschreiner wie Ewald Wegerer, um im Eigenbau Boxen und Wände zu zimmern. Die Schänke hatte Bernd Furch selber ausgetüftelt, dass für ein reibungsloses Abzapfen seiner Holzfässer kein Quadratzentimeter ungenutzt blieb. 41 historische Bilder aus der alten Haager Volksfestzeit schmücken die Wände. 14 Wappen auf Rauten im Lichterglanz dokumentieren das Haager Land. Den Biergarten, den die Nachmittagssonne wärmt, begrenzen auf beiden Seiten die Brotzeitbuden und auch dort konnte man sich über den Absatz bisher nicht beklagen.

"Hervorragend gemacht", lobte auch Landrat Georg Huber. Haag beweise damit, dass es wirklich das Zentrum des westlichen Landkreises ist: "Man kann stolz darauf sein, dass alle so zusammenhelfen."

Alois Unertl und Juniorchef Lois Unertl von der Weißbierbrauerei sind "richtig stolz" auf die Solidarität der Haager mit dem Fest. "Den Ausstoß hätten wir nicht zu hoffen gewagt", so Lois Unertl. Man habe aber für genügend "reifes abgelagertes Bier" vorgesorgt. Die Kühllager voll haben auch die Metzgereien Mair und Baumgartner, die nebeneinander ihre "Schmankerl" anbieten. Einen noch einsamen Farbtupfer bietet die Speisenkarte dagegen mit nur einer vegetarischen Alternative.

"Spritz", "Cuba" und Apfelstrudel serviert Petra Bauer-Würdinger im Café- und Weinzelt. Auch sie hätte sich die Resonanz "nicht so gut vorgestellt": "Zum Vormittagsbrunch habe ich 100 Reservierungen gehabt." Dabei wird das kleinere Zelt nicht nur nach Torschluss des größeren angenommen. Wein, Kaffee, Prosecco scheinen eine gefragte Alternative.

Eine "Riesenwerbung" für Haag bedeutet nach Herbert Zeilinger die erste Haag-aktiv-Schau in seiner Party-Arena. Mit Einlasskontrolle und Sperrzeit gäbe es keine Probleme. Auswüchse blieben Einzelfälle und würden meist unnötig hochgespielt. Er wolle der Jugend etwas bieten, auch den Kleineren, die sich zum Beispiel sehr über den Kasperl gefreut hatten.

"Die machen das ganz gut", lobt schließlich auch Ehrenvorsitzender Erwin Kohl vom "Kulturverein". Weit und breit gäbe es kein so schönes Festzelt wie in Haag. Das bestätigten unter anderem auch die weitgereisten Gäste Uwe Kraus und Georg Rittmeier, zwei Brauexperten aus dem Bierland Franken. "Dem Organisator gebührt dafür ein Orden", fanden sie.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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