Bad Aibling

Bad Aibling setzt auf neue Beschilderung

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Beispiel vom Chiemsee: So etwa sehen die neuen zielgerichteten Schilder für die Rad- und Wanderwege im Rosenheimer Land aus.

Am Chiemsee zum Teil schon umgesetzt, soll es in Zukunft auch in Bad Aibling andere Schilder für die zielgerichteten Rad- und Wanderwege geben.

Bei der Bewerbung der Kurstadt um Leader-Gelder der EU vor zwei Jahren war die einheitliche Beschilderung der Rad- und Wanderwege im so genannten LAG-Gebiet (LAG=Lokale Aktionsgruppe) ein Schlüsselprojekt. Die Aiblinger stimmten sich inzwischen mit dem Deutschen Alpenverein sowie mit der LA-Gruppe am Chiemsee ab, da die Beschilderung nach bestimmten deutschlandweiten Richtlinien erfolgt und am Chiemsee die ersten dieser Schilder bereits aufgestellt sind.

Die Durchführung erfolgt somit gebietsübergreifend. Zehn LAG-Mitgliedsgemeinden von Bad Aibling bis Kiefersfelden sind beteiligt. Dies führte Kurdirektor Thomas Jahn jüngst gegenüber dem Hauptausschuss aus, der im Anschluss für die Co-Finanzierung des Projektes 2567 Euro (netto) genehmigte. Eine Bedingung: die Förderung durch die EU-Maßnahme "Leader in ELER" (=Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums), der den Projektzeitraum bis 2013 umfasst.

Mit einer einheitlichen Zielwegebeschilderung ist es nicht getan. Die Umsetzung wird in drei Stunden vorgenommen: Analyse aller Wege mit Vorschlag für ein optimales Wegenetz; zweite Phase: Ausarbeitung der Beschilderung (welche Ziele werden aufgenommen? Wo stehen die Posten und Schilder?). Dritter Schritt: die konkrete Umsetzung (Aufstellung der Schilder etc.). Der Kur- und Tourismusverband Wendelstein (KTV) hatte 2008 diesbezüglich vorgearbeitet. Sein Datenmaterial über Wander- und Radwege sowie Nordic-Walking-Strecken ist Basis für die nun anstehende Auswahl von beschilderten Zielwegen.

Mit der Koordination des LAG-übergreifenden Rad- und Wanderwegekonzeptes wird laut Aib-Kur, die hier das Leader-Programm managt, eine externe Firma beauftragt. Drei Büros gaben inzwischen ihre Angebote für die ersten beiden Arbeitsphasen ab, den Zuschlag soll "outdoor concepts" erhalten, wenn alle zehn LAG-Mitgliedsgemeinden zustimmen. Denn wie Bad Aibling, so müssen auch alle anderen neun jeweils 2567 Euro zur Finanzierung der ersten beiden Arbeitsphasen beitragen - somit Eigenmittel von 25670 Euro. Insgesamt kostet das Projekt 73839,50 Euro. Laut Kurdirektor unterstützt die EU mit 50 Prozent (von förderungswürdigen 62050 Euro), also mit rund 31000 Euro.

"Die Zusage ist gerade aus München gekommen. Bei einer Kooperation mit der LAG Chiemsee bekommen wir sogar 60 Prozent", zeigte sich Jahn sehr zuversichtlich. Der Beschluss des Hauptausschusses ging noch weiter: Darin wird die Stadt verpflichtet, ihr eigenes Wegekonzept bis 2015 abzuschließen unter der Voraussetzung, dass entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Die Einheitsschilder sind grün mit weißer Schrift - so auch lesbar (Anfrage CSU-Stadtrat Thomas Höllmüller), wie der Kurdirektor versicherte mit dem Zusatz, dass nur diese Art Schilder gefördert würden.

Fürs Rosenheimer Land seien die Schilder einheitlich (Anfrage Richard Lechner, SPD). Angestrebt wird nach Angaben Jahns dies auch mit dem Land Tirol - "hier sind wir auf einem guten Weg" - sowie mit dem Landkreis Miesbach, "was sich aber schwieriger gestaltet." Ein qualitativ hochwertiges Wege- und Radnetz auszuweisen, bezieht sich bei diesem Projekt ausschließlich auf zielgerichtete Angaben (Bad Aibling - Tuntenhausen etc.). Rundwanderwege (Anfrage Rosemarie Matheis, ÜWG) sind nicht Inhalt. "Dies kann von uns, wenn gewünscht, ergänzt werden, Bad Feilnbach hat da aber mehr Bedarf", bilanzierte Jahn.

Quelle: rosenheim24.de

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