Standplatz in Achenmühle soll kommen

TRUST III: Neuer Rettungswagen für den Süden

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(vorne von links) Miesbachs stellvertretenden Landrat Klaus Thumhuber, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Landrat Wolfgang Berthaler und Dr. Christian Pawlak; (hinten von links) der zukünftige stellvertretende Geschäftsführer Alfred Stockinger, der zukünftige Geschäftsführer Stefan Forstmeier, Dr. Michael Riffelmacher, Geschäftsführer Ronald Zillmer und Dr. Michael Bayeff-Filloff.
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Landkreis Rosenheim - Wenn es um ein Menschenleben geht, muss es schnell gehen. Um die Reaktionszeiten im südlichen Landkreis weiter zu steigern, werden jetzt die Vorhaltezeiten gesteigert:

80 Prozent aller Notfallrettungseinsätze müssen innerhalb von 12 Minuten am Ort des Geschehens sein, so ist es im Bayerischen Rettungsdienstgesetz geregelt. Im Rahmen der Versammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung in Rosenheim am Freitag wurde die neueste Analyse der Struktur und des Bedarfs vorgestellt. Im neu aufgelegten, sogenannten TRUST III Gutachten treten nun Einsatzgebiete hervor, die künftig weiter verstärkt werden sollen.

Versorgungsbereiche unter der Lupe

Als einer der ersten Landkreise in Bayern bekam Rosenheim das Gutachten des Innenministeriums als Arbeitsgrundlage an die Hand. Im Versorgungsbereich Flintsbach sank die der Erreichungsgrad der sogenannten "12-Minuten-Frist" in dieser Betrachtung erstmals unter die Grenze von 80 Prozent. In einer detaillierten Analyse stellten die Gutachter fest, dass sich die Fälle, in denen die Zeitgrenze nicht eingehalten werden konnte, auf die Gemeinden Neubeuern, Nußdorf, Brannenburg, Samerberg, sowie Teile von Raubling und Bad Feilnbach beschränkten.

Abhilfe soll nun ein neuer Rettungswagen (kurz: RTW) bringen, der täglich von 7 bis 21 Uhr in Rohrdorf, genauer in Achenmühle, vorgehalten werden soll. Wo genau der Wagen stationiert werden soll, ist noch nicht bekannt. Sollte die Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg bringen, könnte künftig auch der Stellplatz in Kiefersfelden weiter nach Norden verlegt werden. Ab Mitte des Jahres soll jetzt die EU-Ausschreibung für einen Betreiber erfolgen. Übergangsweise will die Verwaltung im Landratsamt prüfen, ob ein provisorischer Stellplatz mit den bestehenden Mitteln umgesetzt werden kann.

Weitere Optimierungen in Bad Aibling, Wasserburg, Bad Endorf und Prien

Doch auch in anderen Bereichen des Landkreises herrscht laut TRUST III Gutachten gewisser Handlungsbedarf. Die Plätze in Bad Aibling, Wasserburg, Bad Endorf und Prien am Chiemsee müssten hingegen nicht mit zusätzlichen Fahrzeugen ausgestattet werden. Hier soll es teilweise lediglich zu einer Steigerung der Vorhaltezeiten kommen:

  • Bad Aibling: Stellplatz Feldkirchen Westerham um 28 Wochenstunden und Stellplatz Kolbermoor um 34,5 Wochenstunden 
  • Wasserburg: Trotz einer Quote von 86,7 % um 28 Wochenstunden, besonders für gleichzeitige Einsätze
  • Bad Endorf: Trotz einer Quote von 76,2 % keine Erweiterung geplant, Stellplätze in Wasserburg und Achenmühle sollen entlasten
  •  Prien am Chiemsee: Quote bei 81,7 %, daher kein Handlungsbedarf. Entlastung durch andere Standorte erwartet

In den vergangenen Jahren verzeichnete der Zweckverband und somit auch die Gutachter eine kontinuierliche Steigerung bei den Notfall-Einsätzen aber auch den Krankentransporten. So wurden  2015 rund 33.000 Einsätze gemeldet, in 25.000 Fällen rückten die Helfer zu Transporten aus.

Quelle: rosenheim24.de

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